IV. Der Arteg gegen Rußland im Gommer und Herbst 5. A. Die Front des Oberbefehlshabers Ost bis zum 2. Juli. J. Die Weisung der Obersten Heeresleitung vom April. Karle 18 Band VII. In der Mitteilung, die die Oberste Heeresleitung dem MMeApr». Oberbefehlshaber Ost am 16. April1) über die in Galizien be¬ absichtigte Operation zugehen ließ, hatte es geheißen, seine Mitwirkung durch möglichst lange Täuschung und Bindung des Feindes nördlich der Pilica sei Vorbedingung für das Gelingen der Operation. Als diese Weisung erteilt wurde, verfügte der Oberbefehlshaber Ost an seiner etwa 750 Kilometer messenden Front von der Pilica bis zur Ostsee bei Memel insgesamt über 38 Divisionen Infanterie, die überall auf russischem Boden standen, am dichtesten auf dem rechten Flügel, während der äußerste Nordflügel auf einer etwa 200 Kilometer langen Strecke so gut wie unbesetzt war. Die Kämpfe, die dem Abschluß der Winterschlacht in Masuren gefolgt und vor allem im Vorgelände der ostpreußischen Südgrenze sehr heftig gewesen waren, hatten seit Beginn des Monats nachgelassen. Gefechtsstärken und Kampfkraft waren aber besonders bei der Infanterie noch nicht überall wieder auf voller Höhe, die Munition der Artillerie dauernd knapp. Die Aufstellung von drei neuen Infanterie-Divisionen (101., 103. und 105.)°) aus Abgaben der bestehenden Divisionen war im Gange. Im einzelnen war die L a g e folgende3): Von der Pilica östlich von Tomaszow bis zur Weichsel halbwegs Plock—Nowogeorgiewsk stand längs der Rawka und Vzura die 9. A r m e e. Ihre Front sprang damit gegenüber den Nachbararmeen um 20 bis 30 Kilo¬ meter vor. Als Nachfolger des Generalobersten von Mackensen führte 0 Band VII, S. 362. — 2) S. 18. — 3) Karte 18 Band VII zeigt die Truppen- einteilung vom 26. April, die von der hier gegebenen teilweise abweicht.