Lage bei der Armee-Abteilung Gallwih am 9. Februar. 249 Weichsel-Afer zwischen Wloclawek und nordwestlich Skempe das Korps Dickhuth; auf seinem linken Flügel war die verstärkte 75. Infanterie- Brigade vom XX. Armeekorps eingesetzt). Östlich davon schob sich die bei Strasburg ausgeladene 1. Garde-Reserve-DivisionH beiderseits Szczu- towo ein, wo die zusammengesetzte Garde-Kavallerie-") und die 8. Kaval¬ lerie-Brigade der 2. Kavallerie-Division während der letzten Tage verlust¬ reiche Kämpfe zu bestehen gehabt hatten"). Der linke Flügel der 1. Garde- Reserve-Division reichte nach Osten etwas über die große Straße Nypin— Sierpc hinaus. Die Garde-Kavallerie-Brigade wurde ihr unterstellt; links von ihr schloß der Rest der 2. Kavallerie-Division bis östlich Nadzanowo an. Das Korps Zastrow stand in weitem Bogen vorwärts Mlawa bis an Ianowo heran. Von dort bis zum Pisseck sicherte Landsturm; das ^ XX. Armeekorps war hier im Eintreffen begriffen. General v. G a l l w i tz übernahm am Nachmittage des 10. Februar in Deutsch-Cylau den Befehl über die Armee-Abteilung. Am gleichen Tage hatte bereits auf Befehl des Oberbefehlshabers Ost der umfassende Angriff auf Sierpc begonnen. General v. Gallwih war der Ansicht, daß nur ein weiter östlich einsehender Angriff des linken Flügels seiner Armee-Abteilung den Gegner an Kräfteverschiebungen zur Unterstützung seiner 10. Armee in Masuren verhindern könnte. Er entschloß sich daher, die bereits ein¬ geleitete Bewegung seines rechten Flügels durchzuführen, dann aber mit dem vom Oberbefehlshaber Ost in Aussicht gestellten I. Reservekorps, das die 9. Armee abgeben sollte, einen zweiten Stoß auf dem Ostflügel seiner Armee-Abteilung zu führen. Der Angriff auf dem rechten Armeeflügel hatte Erfolg; in der Nacht zum 12. Februar wurde Sierpc im Sturm genommen, und in den nächsten beiden Tagen Goleszyn sowie die Gegend nordwestlich Dobrin und Racionz erreicht. Inzwischen war auf dem linken Armeeflügel Generalleutnant v. Staabs mit der % 37. Infanterie-Division am 12. Februar bis über Kadzidlo vorgegangen, am nächsten Tage aber vor überlegenem Gegenangriff wieder bis halbwegs Myszyniec zurückgewichen. Nachdem am 13. Februar auf Befehl des Oberbefehlshabers Ost die Gruppe Scholtz aus dem Bereiche der Armee-Abteilung ausgeschieden warP verfügte General v. Gallwih nur noch über die Korps Dickhuth und Zastrow, die 1. Garde-Reserve-, die 37. Infanterie- und die 2. Kavallerie- Division sowie über Landsturmtruppen. General v. Gallwih, desien Haupt¬ quartier am 14. Februar von Deutsch-Cylau nach Soldau verlegt worden war, wollte nunmehr im Sinne seiner bisherigen Erwägungen mit dem bei 13. bis 16. Februar. i) S. 170. — -) S. 165. — ->) S. 244.