246 Die WinLer-MasurenschlachL. 18. bis 21. Februar. greifen; die Feuereröffnung wurde auf den 20. Februar verschoben. Die 10. Landwehr-Division sollte am 19. Februar halbwegs zwischen Lyck und Augustow Unterkunft beziehen. In Übereinstimmung mit diesem Heeresbesehl hatte das Armee- Oberkommando 8 schon im Laufe des Tages Weisungen für den Angriff gegen die Rarew—Bobr-Festungen gegeben und die Heranziehung der erforderlichen Artillerie- und Pionierverstärkungen in die Wege geleitet. Die Gruppierung der Armee am 17. Februar abends war folgende: An die bei der Armee-Abteilung Gallwitz verbliebene 37. Infanterie- Division des XX. Korps schloß östlich der Szkwa der Landsturmgrenz¬ schuh des Stellvertretenden Generalkommandos des XX. Armeekorps in Linie Demby—Leman an. General v. Scholh lag mit der 41. Infanterie- Division seines XX. Korps und der 34. Landwehr-Brigade der 1. Land¬ wehr-Division vor dem Skroda-Abschnitt südöstlich Kolno. Vor Osowiec stand die 6. Reserve-Insanterie-Vrigade der 3. Reserve-Division und die 11. Landwehr-Division unter General der Infanterie v. Freudenberg im Kampfe um das Vorfeld der Festung. Das Aufmarschgelände für die Velagerungsartillerie war noch nicht gewonnen. Die 5. Infanterie-Bri¬ gade war in Szczuczyn eingetroffen. Der Rest der 8. Armee, die 10. Land¬ wehr-Division, die %: 3. Reserve-Division und die Vs 1. Landwehr-Division standen nach den Kämpfen bei Augustow noch westlich des Ortes. General v. Below stellte nunmehr die 5. Infanterie-Brigade und 6. Reserve-Infan- terie-Brigade zunächst dem General v. Scholh zur Verfügung. Das Armee- Oberkommando verlegte sein Hauptquartier am 18. Februar nach Lyck. Der Angriff des XX. Korps brachte an diesem Tage einen wesent¬ lichen Fortschritt. Nordwestlich von Stawiski gab der Feind nach. Am 19. Februar räumte er auch den Skroda-Abschnitt. Die 41. Infanterie- Division drängte in breiter Front bis hart nördlich Maly Plock nach. Die 5. Infanterie-Brigade und die 6. Reserve-Insanterie-Vrigade stießen auf starke Gegenwehr russischer Garde und kamen bis nördlich Dobrzy- jalowo und bis Iedwabno vor. Am 19. Februar schwenkte der Grenzschuh mit seinem Ostflügel bis Ptaki an der Pisa vor. Gegenüber der Gruppe Scholh hingegen leistete der Feind — anscheinend die 1. kaukasische Schützen-Bri¬ gade, das Gardekorps und das IV. sibirische Korps — in den nächsten Tagen zähen Widerstand, so daß nennenswerte Fortschritte nicht erzielt werden konnten. Die 34. Landwehr- und die 5. Infanterie-Brigade wurden wieder unter dem Befehl des Kommandeurs der 1. Landwehr-Division, Generals v. Iacobi, vereint. Die 6. Reserve-Insanterie-Vrigade mußte Iedwabno vor umfassenden Angriffen stark überlegenen Feindes am 20. Februar räumen. Der Gegner drohte hier nach Norden durchzustoßen. Inzwischen war General Kolewe mit dem Nest seiner 3. Reserve-Division