Kämpfe bei Lomza und Osowiec. 245 gegenüber festgehalten war, wurde ihm die bei Iohannisburg eingetroffene verstärkte 34. Landwehr-Brigade der 1. Landwehr-Division zugewiesen. Vis nach Grajewo hin sollten die 6. Reserve-Infanterie-Vrigade und die 11. Landwehr-Division sichern. Am 16. Februar vertrieb General v. Scholh den Feind aus seiner stark ausgebauten Stellung bei Kolno; 700 Gefangene von der 1. kaukasischen Schühenbrigade wurden als Beute eingebracht. Cs handelte sich also um frisch antransportierte Kräfte des Feindes. An der Straße nach Lomza hielt der Russe auf den Höhen nördlich der Skroda noch stand. Östlich vom Korps Scholh übernahm die 6. Reserve-Infanterie- Vrigade bis in die Gegend nördlich Wonsosz die Sicherung; anschließend an sie schob sich zwischen Wissa und Lenk die nunmehr an Stelle der 1. Landwehr-Division zum Angriff auf Osowiec bestimmte 11. Landwehr- Division näher an die Festung heran. Die verstärkte 5. Infanterie-Bri¬ gade erreichte den Raum südwestlich von Bialla. Rach einer Weisung des Oberbefehlshabers Ost sollten die Vor¬ bereitungen für den Angriff gegen die Befestigungen der Rarew—Vobr- Linie so beschleunigt werden, daß am 19. Februar die Beschießung der Werke von Lomza und Osowiec beginnen konnte. Am Vormittage des 17. Februar vertrieb das XX. Armeekorps den Feind südlich Kolno, konnte u.seuuw. die Skroda aber nur mit schwachen Kräften überschreiten. Die 5. I n f a n - terie-Prigade, die zusammen mit der 6. Reserve-Infanterie-Vri- gade sich gegen Wizna wenden sollte, kam infolge von Wegeschwierigkeiten nur bis Szczuczyn heran. Die der 11. Landwehr-Division unter¬ stellte 6. Reserve-Infanterie-Vrigade rückte zusammen mit dieser bis auf etwa 10 Kilometer an Osowiec heran. Der Feind hatte seine Außenabteilungen in die Festung zurückgezogen. Am Abend stellte das Armee-Oberkommando dem General v. Scholh die 5. Infanterie- und die 6. Reserve-Infanterie-Vrigade zur schnellen Öffnung des Skroda-Abschnittes für den folgenden Tag zur Verfügung. Die beiden Brigaden erhielten Befehl, den russischen Ostflügel bei Stawiski anzugreifen. Diese Weisungen standen bereits im Zusammenhange mit der vom Oberbefehlshaber Ost am 17. Februar durchgeführten Neu¬ gliederung der 8. und 10. ArmeeH. Von der 8. Armee traten das XXXX. Reservekorps, das V2 I. Armeekorps und die 4. Kavallerie-Divi¬ sion zur 10. Armee, der Oberbefehlshaber der 8. Armee, General Otto v. Velow, erhielt den Auftrag, mit dem XX. Armeekorps (ohne 37. Infan¬ terie-Division), der 3. Reserve-Division und der 1. und 11. Landwehr-Divi¬ sion die Rarew—Bobr-Festungen Lomza, Wizna^) und Osowiec anzu- 0 S. 228. — 2) Wizna war feldmäßig befestigt worden.