Aufmarsch der 10. Armee. 177 Verbände durch, so daß diese am 6. abends in ihren bisherigen Stellungen zum Angriffe bereitstand, und zwar aus dem linken Flügel die 10. Land¬ wehr-Division unter Generalleutnant Clausius, anschließend daran an der Angerapp die 3. Reserve-Division beiderseits Darkehmen und die 1. Land¬ wehr-Division unter General der Infanterie v. Iacobi bis an die Seenkette; in der Feldstellung Lohen die 11. Landwehr-Division, das Füsilier-Regi¬ ment 33 der 2. Infanterie-Division sowie Landsturm. Den Befehl über die Besatzung der Feldstellung Löhen führte Generalleutnant Kosch mit dem Generalkommando des I. Armeekorps. Die 2. Infanterie-Division (ohne Füsilier-Regiment 33) marschierte am 6. Februar in den Raum nordwest¬ lich Rudczanny, wo sie zum XX XX. Reservekorps trat. Bis zum Mor¬ gen des 6. Februar hatte dieses östlich Ortelsburg Unterkunft bezogen. Seinem Kommandierenden General, General der Infanterie Lihmann, wurde die Führung des südlich des Spirding-Sees vorgehenden rechten Flügels der 8. Armee (2. Infanterie-Division, XXXX. Reservekorps und 3. Kavallerie-Brigade) übertragen. Diese Truppen stellten sich am 6. Fe¬ bruar hinter dem Rieder-See und dem Beldahn-See zum Vorgehen bereit. Weiter südwestlich schloß der Grenzschutz des Korps v. Scholtz an. Die Nachrichten über den Feind vor der 8. Armee, den der geplante Stoß treffen sollte, lauteten insofern günstig, als die hier stehende russische 10. Armee durch Abgabe der 25. Infanterie-Division, des XXII. (finnländi- schen) Korps und der 1. selbständigen Kavallerie-Brigade geschwächt war. Insgesamt mochten vor der Front des Oberbefehlshabers Ost von der Pilica bis zur Ostsee etwa 52 Infanterie- und 14 Kavallerie-Divisionen stehen, davon noch etwa 35 Infanterie- und 3y2 Kavallerie-Divisionen westlich der Weichsel gegenüber der 9. Armee. Ihnen konnte Generalfeldmarschall v. Hindenburg insgesamt nur 37% Divisionen Infanterie, darunter viel Landwehr und Crsahformationen, und 7% Kavallerie-Divisionen entgegen¬ stellen. Von diesen hatte er 15% Divisionen Infanterie und zwei Kavallerie- Divisionen zum Schlage gegen die russische 10. Armee zusammengefaßt, die mit elf Infanterie- und 2%j Kavallerie-Divisionen zwischen dem Pisseck und der Ostsee Der Oberbefehlshaber Ost war mit seinem Stabe am 4. Februar gegen Abend in Insterburg eingetroffen. Hier gab er am nächsten Tage, als sich der Aufmarsch dem Abschluß näherte und ernste Reibungen nicht mehr zu 0 Stärke der deutschen 8. und 10. Armee: 180% Bataillone, 98%. Schwadronen, 154 leichte und 48% schwere Batterien. Demgegenüber auf russischer Seite: 192 Ba¬ taillone (die Division zu 16 Bataillonen!), 95 Schwadronen, 77 leichte und 22 schwere Batterien (Kamenski, S. 170—172). Außerdem vor Löhen 78 Belagerungsgeschütze (S. 262). 4 Weltkrieg. VII. Band. 12