Immer stärkerer Widerstand der Rüsten. 97 hart nördlich des Azsoker-Passes zurückgegangen warH; russische Kräfte hatten sich bereits in der Gegend von Nykow gezeigt. General v. Linsingen war trotzdem entschlossen, den Angriff fortzusetzen, um so wenigstens auf seinem linken Flügel einen entscheidenden Erfolg zu erringen. Diese Hoffnung schien auch nicht zu täuschen. Wenngleich beim Korps 3. Februar. Gerok am nächsten Tage alle Anstrengungen ergebnislos blieben, war dem Korps Hofmann ein wesentlicher Erfolg beschicken: sein rechter Flügel konnte sich in den Besitz des Beskid-Passes setzen und auch der linke nach Norden Raum gewinnen. Die 1. Infanterie-Division erreichte kämpfend mit den vordersten Teilen Tucholka. Auch der 3. Garde-Infanterie-Divi¬ sion gelang es, die Höhenstellungen westlich Tucholka, auf denen sich der Gegner von neuem gesetzt hatte, zu erstürmen und im Orte selbst Fühlung mit der 1. Infanterie-Division zu nehmen. Demgegenüber fiel es weniger ins Gewicht, daß die Brigade Stehr nicht vorwärts gekommen war und zu neuer Amfassung hatte ausholen müssen. Gegen Mittag waren beim Oberkommando der Südarmee Nach¬ richten von der links benachbarten österreichisch-ungarischen 3. Armee ein¬ gegangen, die neue Anordnungen notwendig machten. Gegen den zurück¬ gebogenen rechten Flügel dieser Armee waren feindliche Kräfte im Anmarsch gemeldet. Das wurde durch eigene Lufterkundung und Nachrichten aus der Front bestätigt. Wenn auch die Flankenbedrohung für die 3. Garde- Infanterie-Division behoben schien, zumal da deren rückwärtige Verbin¬ dungen nunmehr auf Al. Verecke basiert werden konnten, blieb doch eine Ein¬ wirkung der Vorgänge bei der 3. Armee auf die Südarmee zu befürchten. General v. Linsingen brachte dies sowohl bei den verbündeten Heeres¬ leitungen als auch beim Oberkommando der 3. Armee zur Sprache und er¬ hielt die Zusicherung, daß deren rechter Flügel verstärkt und dann die Offensive wieder aufgenommen würde. Da jetzt aber der Gegner vor dem eigenen linken Armeeflügel geschlagen schien, befahl General v. Linsingen der 3. Garde-Insanterie-Division, nach Nordwesten gegen den südlich Zawadka gemeldeten Gegner vorzugehen, um so die eigene Flanke zu sichern und gleichzeitig die 3. Armee zu entlasten. Die 1. Infanterie-Division wurde auf Skole, die Gruppe Hofmann auf Tuchla zur Verfolgung ange¬ setzt. Für den rechten Flügel blieb die bisherige Aufgabe bestehen. Am 4. Februar gelang es der Mitte und dem linken Flügel der Armee, 4. Februar, weiter Gelände zu gewinnen. Die Brigade Stehr kam kämpfend bis in die Gegend südwestlich Slawsko, das Korps Hofmann besetzte den Raum um Lawoczne, die 1. Infanterie-Division ging an den Zwinin heran, auf *) S. 100. + Weltkrieg. VII. Band. 7