778 Die Sommerschlachten gegen Italien der Angreifer die eigene Front etwas zurückzudrängen; hier stellte eine kleine Reserve am Hang die geschlossene Front wieder her. Hervor¬ ragend hatte die Verteidigungsartillerie, nicht zuletzt die auf dem Rom¬ bon aufgestellten Gebirgskanonen, in den hin und her wogenden Kampf eingegriffen und dadurch beigetragen, daß alle Angriffe abgewehrt wurden, und der heißumstrittene Berg an der Rüste dieses krisenreichen Tages behauptet blieb. Die Ereignisse der letzten Augusttage Während der Kampf am Rombon abflaute und in Plänkeleien aus¬ klang, versuchte der Italiener um Mitternacht zum 28. August durch einen großangelegten Handgranatenüberfall sich der Vrsicstellung zu be¬ mächtigen. Dank der Wachsamkeit der Besatzung konnte dieser Nacht¬ angriff bis zum Morgengrauen abgewehrt werden. Ein um 6h früh wiederholter Ansturm scheiterte ebenfalls, worauf die Italiener aus In¬ grimm über ihren Mißerfolg ein mehrstündiges Geschützfeuer auf die hartgeprüften Schützen des SchR. 21 richteten. Ein mißglückter italienischer Vorstoß gegen die Hauptstellung des Rombon am 29. August und ein ebensolcher Abendangriff gegen die Talstellung am 30. beschloß die Reihe der für die Italiener ergebnislos gebliebenen Augustkämpfe im Räume von Flitsch. Südlich vom Krn flammte nach kurzer Pause der Kampf wieder vor dem Tolmeiner Brückenkopfe auf, wobei sich die Angriffe der durch Alpini verstärkten italienischen 7. ID. namentlich gegen die 8. GbBrig. richteten, um ihr die schon oft bestürmten Höhen Sv. Maria und A 588 zu entreißen. Doch bei den in den Nächten auf den 21. und 22. August unternommenen Vorstößen vermochte der Feind nicht, die Stellungs¬ hindernisse des Verteidigers zu überwinden. Daraufhin richtete sich am 22. vormittags gegen den vorgenannten, nur iy2 km breiten Frontabschnitt ein Massenfeuer von etwa 15 Batterien, das bis zum Einbruch der Dunkel¬ heit dauerte. Doch die hierauf während der Nacht mehrfach wieder¬ holten Durchbruchsversuche wurden wieder völlig abgeschlagen, an welchem Erfolg die Artillerie durch ihr wirkungsvolles, von der Lom- hochfläche aus auch durch flankierendes Feuer hervorragenden An¬ teil hatte. Nach dem 23. August beschränkte sich der Angreifer auf das Vortreiben von Sappen an die öst.-ung. Stellungen und auf Feuerüber¬ fälle. In den letzten Augusttagen wiederholte er — diesmal von Norden her — den Versuch, den Tolmeiner Brückenkopf zu nehmen. Nach stärkster Artilleriebeschießung wiesen Truppen der 3. GbBrig. am 28. vormittags