¥ Örtliche Kämpfe auf dem Karnischen Kamm 769 wo er jederzeit den Kampf unter für ihn günstigen Verhältnissen auf¬ nehmen konnte, sowie das Beschießen von Orten im Gailtal dem GdK. Rohr doch Anlaß zu Besorgnissen, Vor dem Einlangen der am Isonzo festgehaltenen 12. GbBrig. und schwerer Artillerie konnte aber an eine Verbesserung der eigenen Lage im Plöckengebiete nichtgeschrittenwerden. Dafür war auf dem Westflügel der Armeegruppe kühnen Auf¬ klärungsabteilungen der 48. ID. und der Division Pustertal die Besetzung der Linie Pala di Sterpe—Mga. Chivion geglückt, wodurch die Besatzung des auf den Mt. Peralba vorgeschobenen Postens gegen Angriffe von Westen her gesichert wurde. Am 7. und 8. August unternahmen vier italienische Kompagnien von Süden und Osten her einen Angriff gegen den Mt. Peralba, der aber völlig mißlang1). Ähnliche Besorgnisse wie um den Karnischen Kamm stiegen dem Armeegruppenkmdo. in Villach auch um das Flitscher Becken und um den Raum südlich von Malborgeth auf, wo der Feind allmählich seine Artilleriewirkung gegen Osten erweiterte. Die Wegnahme der italieni¬ schen Artilleriebeobachtungspunkte im Gebiete des Mittagskofels schien dem GdK. Rohr daher sehr nötig zu sein, wozu er das GSchR. 1 ver¬ wenden wollte, das in seiner Stellung von dem aus Rußland anrollenden GSchR. 2 auf dem Krn abgelöst werden sollte. Doch ehe es dazu kommen konnte, steigerte sich vom 12. August an das italienische Artilleriefeuer gegen die beiden östlichen Abschnitte der Armeegruppe Rohr und leitete neue heftige Kämpfe am oberen Isonzo ein. Die Kämpfe am oberen Isonzo in der zweiten Augusthälfte 1915 Hiezu Beilage 40 Der italienische Angriff soplan und die Stärke beider Parteien Als Cadorna seinen Plan, den Durchbruch der öst.-ung. Front zwischen Piava und dem Meere zu erzwingen, in den ersten zwei Isonzoschlachten blutig gescheitert sah, beschränkte er sich am Mittel- und Unterlauf dieses Flusses darauf, die gegnerischen Kräfte durch eine kaum unterbrochene Reihe von örtlich begrenzten Unternehmungen festzuhalten. Gleichzeitig verlegte er die Angriffshandlungen in den Raum Tolmein—Krn—Flitsch und hoffte, hier die Mißerfolge auf dem Karst und bei Görz vor Beginn der schlechten Jahreszeit durch eine Teiloffensive wettmachen zu können, i) Ital. Gstb. W., II, Text, 281 ff. II 49