754 Die Sommerschlachten gegen Italien Italienische Angriffe im Krngebiet (19. bis 25. Juli) Weitab von den beiden Brennpunkten der zweiten Isonzoschlacht, der Doberdokarstfläche und dem Görzer Brückenkopf, aber doch in zeitlichem Zusammenhang mit den dortigen Kämpfen, standen die hef¬ tigen Zusammenstöße im Hochgebirgsgelände des Krn. Das italienische IV. Korps hatte es sich zur Aufgabe gestellt, die nordöstlich von der Krnspitze befindlichen Höhen -<>-2041 und -<>-1931 zu nehmen. Hiedurch sollte die östlich davon im Lepen ja- und Tol- minskabachtale mögliche Verschiebung öst.-ung. Truppen zwischen Flitsch und Tolmein unterbunden und die Umfassung des Tolmeiner Brücken¬ kopfes von Norden her eingeleitet werden1). Von der Vrata-, der Krn- und der Kozljakspitze ausgehend, hatten den Angriff etwa drei Batail¬ lone zu führen, während die übrigen Bataillone der Alpinigruppen A und B den Angriff durch Feuer unterstützen sollten. Der 8. ID. war als Angriffsziel der Mrzli vrh vorgezeichnet. Die 7. ID. hatte bloß durch Geschützfeuer zu wirken, die Bersaglieridivision den Abschnitt zwischen Saga und Vrsic zu behaupten. Nach einer nachtsüber währenden Beschießung der öst.-ung. Höhen¬ stellungen durch schweres Geschütz griffen die Alpini am 19. Juli um 5h früh zuerst die vorspringende Stellung der k. u. k. 3. GbBrig. auf -$• 2163 und jene des zur Armeegruppe Rohr gehörenden GbSchR. 1 auf -<>-2041 an. Während die Gebirgsschützen die von der Vrata in den Gebirgs¬ kessel absteigenden Italiener schon durch Feuer abweisen konnten, mußte die 3. GbBrig. den Feind, der in ihre Stellungen eingedrungen war, durch einen für beide Teile verlustreichen Gegenangriff hinauswerfen. Der Angriff der italienischen 8. ID. gegen den Mrzli vrh machte sich gar nicht fühlbar. Am folgenden Tage zog der Feind Verstärkungen heran und schritt nach starker Feuervorbereitung am 21. erneut zum Angriff. Seine nörd¬ lichste Kolonne strebte der Höhe -<>-1931 zu, doch die scharfe Wacht haltenden Gebirgsschützen konnten sich wieder die Alpini durch Ge¬ wehrfeuer allein vom Leibe halten. Auf der Höhe -<>-2163 dagegen ent¬ spann sich in den vom Artilleriefeuer fast ganz zerstörten Deckungen ein wütendes Handgemenge, in dem sich Freund und Feind aller Nahkampf¬ waffen und auch gewaltiger Felsstücke als Kampfmittel bedienten. Schlie߬ lich mußten die drei stark gelichteten Bataillone der 3. GbBrig., die seit i) Ital. Gstb. W., II, Text, 247 f.