Die Katastrophe der Division Kornilow 337 nordwestlich von Vidrány an. Im Anschluß daran stürmte die 20. HID. eine starke russische Bergstellung an der galizisch-ungarischen Grenze (Weretyszów); es währte bis zum Abend, ehe der Feind den umstrittenen Punkt preisgab. Offenbar um das Abfließen von Artillerie und Troß gegen Norden zu erleichtern, hatte das russische XII. Korps im Räume westlich und südwestlich von Surowica am 7. morgens erhebliche Kräfte zurück¬ gelassen, die erst durch einträchtiges Zusammenwirken der 17., der 11., der 2. ID. und der 26. SchD. in fast den ganzen Tag über währenden Kämpfen auf die Höhen südwestlich von Wislok Wk. und an den Wislok abwärts von Surowica zurückgedrückt werden konnten. Die 17. ID. des VII.Korps gelangte in den Raum westlich von Wislok Wk., das XVII. Korps mit der 11. ID. bis Surowica, mit der 1. LstlBrig. dahinter und mit der nun¬ mehr unterstellten 26. SchD. in die Gegend südöstlich von Krolik-Polski. Vom X. Korps nächtigte die 2. ID. bei Jasliska und sicherte durch eine vorgeschobene Abteilung die Verbindung zwischen der 11. ID. und der 26. SchD. Die 45. SchD. traf auf dem Wege nach Królik-Polski auf die in der vorangegangenen Nacht hieher geflüchteten Teile der russischen 48. ID. Nur mehr Trümmer dieser Division, insgesamt 8 schwache Ba¬ taillone und 14 Geschütze, vermochten sich auf das rechte Wislokufer durchzuschlagen. Über 1300 Mann, 16 Geschütze und 5 schwere Hau¬ bitzen blieben in des Gegners Hand. Der Führer der unglücklichen Division, der ehrgeizige Gen. Kornilow, wurde am 12. Mai mit zwei Obersten und fünf anderen Offizieren von einer Munitionskolonne der k. u. k. 17. ID. bei F.-Vizköz aufgegriffen und gefangen genommen1). Zahlreiche Versprengte irrten geraume Zeit in den Wäldern herum, wo¬ bei ihnen die russenfreundliche ruthenische Bevölkerung dieses Land¬ striches Unterstand gewährte und mitunter auch zur Rückkehr in den Bereich des russischen Heeres verhalf. Die 24. ID. rückte der 45. nach; die wieder dem X.Korps zugewiesene 21. SchD. gelangte in den Raum um Mszana. Die nunmehr armeeunmittelbar gestellte Kavalleriegruppe GM.Berndt — 4, KD. und 1. LstHusBrig. — tauchte am 7. Mai bald nach Mittag auf den Höhen bei Rymanów auf, wo sie von der deutschen 119. ID. zuerst für Russen gehalten und beschossen wurde. Sie konnte dennoch den vor i) Kornilow entkam später mit Hilfe eines tschechischen Wachsoldaten aus der Gefangenschaft und spielte dann in der russischen Revolution und bei der Bekämpfung des Bolschewismus eine hervorragende Rolle. Er fiel im Frühjahr 1918 als Befehls¬ haber einer weißen Armee bei einem Sturm auf Jekaterinodar im Kaukasus. II 22