Angriffsgruppierung der Armee Boroevic 107 ausgeladen; bei Munkács die deutsche l.ID. und die 3.GID., bei Huszt die deutsche 48. RD. und die k. u. k. 19. ID., endlich südlich von Csap die deutsche 5. KD. x). Der Bahntransport wickelte sich unter erheblichen Störungen ab. In Preußisch-Schlesien ereignete sich ein Bahnunfall, außer¬ dem waren die wenig leistungsfähigen nordungarischen Stationen den Anforderungen der vermehrten Ausladung nicht gewachsen und bald mit Nachschubtransporten und Leermaterial verstellt, so daß sich der Auf¬ marsch um etwa dreißig Stunden verspätete und das deutsche XXIV. RKorps (deutsche 48. RD. und k. u. k. 19. ID.) seine Vorrückung statt am 23. erst am 24. Jänner antreten konnte. Die Anlage der Jänneroffensive über die Karpathen H i e z u Beilagen 4, 5 und 6 Aus den vorangehenden Angaben ist zu erkennen, daß die großen Truppenverschiebungen nur allmählich angeordnet werden konnten, umso mehr als die Zielbestimmung für die aus ruhigen Fronten ausgelösten Verbände der jeweiligen Lage angepaßt werden mußte2). Bei der Offensive über die Karpathen sollte der 3. Armee die ent¬ scheidende Rolle zufallen; sie wurde demnach durch sechs Infanterie¬ divisionen - V. Korps (33. ID. und 37. HID.), XIX. Korps (7. und 29. ID.), 40. HID., 43. und 86. SchBrig. — verstärkt. Bereits am 2. Jänner erhielt Gdl. Boroevic die Weisung, seine Kräfte so zu gruppieren, daß bei Operationsbeginn der Ostflügel der Armee unter „Sicherung" gegen den Uzsokpaß zu einer einheitlichen und kräftigen Offensive auf Lisko—Sanok vorgeführt werden konnte, während sich der Westflügel, der stark be¬ festigten Stellungen gegenüberstand, erst später dem Angriffe „anzu¬ schließen" und Richtung auf Rymanów—Krosno—Jaslo zu nehmen hatte. Im großen ganzen war dies eine Wiederholung des Dezemberangriffes. Gdl. Boroevic legte nach seinem am 12. Jänner eingesendeten Opera- 1) Gen. Ludendorff beantragte als Generalstabschef Linsingens, diese Reiterdivi¬ sion, von deren Verwendung er sich in dem schwierigen Gelände der Waldkarpathen nichts versprach, wieder nach Polen zurückzuschicken. Das AOK., das auf die Auf- kiärungstätigkeit nach Durchschreitung der Gebirgszone großes Gewicht legte, ging jedoch auf diesen Vorschlag nicht ein. Als nun Ludendorff auf seiner Meinung bestand und ankündigte, daß er sich wegen Rückberufung der Kavalleriedivision in direktes Ein¬ vernehmen mit dem Oberkmdo. Ost setzen werde, wandte sich das AOK. selbst nach Posen. Hindenburg enthielt sich eines Eingriffes, weil ihm die Division nicht unter¬ stellt war. 8) Vgl. Ratzenhofe r, „Truppentransporte beim Winterfeldzug in den Kar¬ pathen" („Wissen und Wehr", Jhrg. 1929, 8. Heft).,