Der Heeresbefehl vom 17. Dezember 49 sammenfassender Heeresbefehl aus Teschen ein. Das AOK.1) billigte die von Boroevic in Aussicht genommene Verschiebung nach Osten, doch sollte das VI. Korps nach Erreichung des Raumes bei Tarnów wieder der 4. Armee unterstellt werden. Erzherzog Joseph Ferdinand hatte mit starkem rechten Flügel auf der großen Straße Tarnów—Pilzno—Dçbica und nördlich von ihr vorzugehen, die 3. Armee mit ihren linken Flügel¬ gruppen gegen Ropczyce-Rzeszów zu verfolgen. Dem Feinde müsse ein Festsetzen an der unteren Wisloka durch wirksame Bedrohung seiner Rückzugslinie verwehrt werden. Hielt er die Sanlinie, so sollte Boroevic mit dem X. und dem XVIII. Korps zu tiefer Umfassung ausholen. Kaum hatte der Draht diese Befehle von Teschen weiterbefördert, als dort die Nachricht einlief, daß die vorerwähnten zwei russischen Di¬ visionen — die 61. und die 70. — bei Nowy Korczyn über die Weichsel gegangen wären und den Marsch nach Süden fortsetzten. Darauf wurde das 3. Armeekmdo. angewiesen, mit der beabsichtigten Kräfteverschie¬ bung zu warten, bis der Erzherzog Joseph Ferdinand die Biata-Dunajec- linie auch unterhalb von Tarnów überschritten hatte und das sofortige Eingreifen eines starken Westflügels der 3. Armee nicht mehr geboten war. Während der nunmehr beginnenden neuen Phase der Operationen wurde die Auswertung des Schlachtsieges bei Limanowa-Lapanów durch die Ungunst der Witterung beeinträchtigt. Die Regengüsse der letzten Tage hatten den Boden durchweicht, die Naturwege waren grundlos ge¬ worden, so daß die Artillerie nur unter unsäglichen Schwierigkeiten in Stellung gehen konnte. Kämpfe bei X^arnôw und am Dunajec (18. bis 20. Dezember) Hiezu Beilage 27 von Bd. I und Beilage 2 Die am 17. von der Erzherzogsarmee im westlichen Anland des mitt¬ leren und unteren Dunajec geführten Gefechte hatten dargetan, daß sich der Russe durchaus nicht beeilte, hinter den Fluß zu kommen; bei der Gruppe Roth erlitt die deutsche 47. RD. einen empfindlichen Rückschlag *) Der Heeresbefehl wurde mit Maßnahmen zur Ordnung der Verbände eingelei¬ tet. Insbesonders sollte die 86. SchBrig. vom 4. Armeekmdo. nicht über Tarnów hinaus mitgenommen werden, weil sie ihrem XVIII. Korps nachzufahren hatte, auch war die komb. IBrig. GM. Reymann des II. Korps (IR. 81, bh. IR. 1 und vier Batterien) von der 4. an die 1. Armee zurückzugeben. II 4