Ankunft dér Feldpost nach Tvarda. — A tábori posta megérkezése Tvardára. Dic Feldpost 632. Das Wort «Feldpost» übt eine magische Wirkung aus. Es macht das Herz — dér um ihren Sohn besorgten Mutter, dér nach ihrem Gatten schmachtenden Frau, dér ihren Bráutigam vergötternden Braut und des nach seiner Familie sich sehnenden Kámp- fers -— viel lauter pochen. Es wáre daher keinesfalls uninteressant, dieser mit unserem Herzen so eng verwachsenen Institution einige Zeilen zu widmen. Jedermann weiss es wohl, dass die Feld¬ post jener vorzüglich ausgebaute Verbin- dungskanal ist, dér zwischen dem Schützen- graben und dér Heimat die beiderseits un- erlásslich notwendige seelische Munition in einer anerkennenswerten Weise vermittelt. In einer Entfernung von 6—15 Kilométer von dér Schwarmlinie entfaltet die Feldpost ihre wichtige und sympathische Mission und betátigt sich sogar oft inmitten dér schwierig- sten Verháltnisse. Die braven Feldpostbeamten, die ihren Dienst oft zufolge stiefmütterlicher Ein- quartierungsmöglichkeiten in einer verlasse- nen Scheune oder unter Gottes freiem Hirm mel versehen müssen, lassen sich auch durch Kanonendonner, dem Knattern von Maschinengewehren und dem Brummen von Flugzeugen in ihrer fieberhaften seelen- tötenden Arbeit nicht stören. Bei jedem höheren Kommandó, demnach auch bei dér 32. I. T. D. ist ein Feldpostamt systemisiert, das den Postdienst dér Truppen- körper und Anstalten, die dem betreffenden Kommandó unferstellt sind, versieht. Die Feldpost einer Truppendivision hat einen so máchtigen Verkehr zu bewáltigen, dass sich mit ihr in dieser Hinsicht nur sehr wenig Zivilpostámter messen können. Die Feldpost 632 befördért táglich durch- schnittlich 21,000 Korrespondenzkarten,6ooo Briefe, 200 Postanweisungen und einige Pakete ins Hinterland. Viel grösser jedoch ist die Zahl dér an die Regimenter und Anstalten dér Division zugest eliten Postsendungen. Es gelangen námlich pro Tag durchschnittlich 27,000 Briefe und Karten, 1500 Zeitungén, 1600 kleine Paketchen, 200 gewöhnliche Pakete, 250 Geldanweisungen und 100 Drucksorten an Divisionsangehörige zűr Einhándigung. Ungefáhr dér fünfte Teil dieses grossen Post- verkehrs entfállt auf unser Regiment. Die Beamten unserer Feldpost stehen auf dér Höhe ihres Berufes, bekámpfen schnell und leicht jede Schwierigkeit und sind nach bestem Können bestrebt dahinzuwirken, dass dér geistige Kontakt zwischen dér Heimat und den kámpfenden Soldaten kei- nerlei Störung erleide. Das gegenwártige Beamtenpersonal dér Feldpost 632 betátigt sich béréits seit Ende Október 1914 bei diesem Amte und besteht aus dem Oberoffizial Ladislaus Bánszky, weiters aus den Offizialen Adalbert Fésűs und Ludwig Kardos, die ihren Dienst mit Liebe, Eifer, Hingebung und fkeinerlei Mühe scheuend auf das Gewissenhafteste versehen.