126 Schon nach drei Tagen brüllte die Flandernschlacht abermals mit furchtbarer Kraft. Der Engländer hatte es eilig, sein Ziel zu erreichen. Das schlechte Wetter und der steigende Wasserstand trieben zur Hast. Durch verschiedene Anzeichen waren die Deutschen aus das Bevor- stehen des neuen Angriffs für den 12. Oktober aufmerksam gemacht worden. Ein kräftiges Gasschießen in der Nacht vom 11. zum 12., genannt „Mondnacht", brachte den Engländern starke Verluste. Gleichwohl setzte um 6.30 das nun fast alltäglich gewordene rasende Trommelfeuer zwischen Draaibank und Zandvoorde gegen die Gruppen Diksmuide, Ipern und Wijtschate ein. Eine Stunde später begann der Infanterieangriff. Vom Bahnhof Poelkapelle aus drangen die Engländer beiderseits der Straße bis in die Gegend von Schaap Balie vor, so daß sie nun unmittelbar südlich des Houthulster Waldes lagen. Dorf Poelkapelle ging endgültig ver- loren, der Gegner stand am Abend beinahe halbwegs Westroosebeke vor dem Weiler Spriet. Nachmittags 6.30 erfolgte in dieser Linie ein neuer schwerer eng- lischer Angriff. Er wurde abgeschlagen.