vra. Gchreiboom. ©eit Langemark nicht mehr in unserer Hand, gibt es bei Schrei- boom wahrhaftig nichts zu lachen. Schreiboom ist — oder besser: war! — ein stattliches Gehöft an der nördlichen Verbindungsstraße zwischen Langemark und Poelkapelle, dort, wo die Straße kaum tausend Meter nordöstlich Langemark einen gelinden Bogen in östlicher Richtung einschlägt, nicht weit von der Stelle, wo sich der Broenbach mit der Bahnlinie kreuzt. Früher, als die vordere Linie nach jenseits von Langemark am Steenbeek entlang verlief, galt Schreiboom gewissermaßen als das letzte Überbleibsel friedlicher Romantik, wo man nachts von den vor- gezogenen Feldküchen feine dampfende Suppe bezog, und das man früh morgens aufatmend passierte, wenn man aus irgendeinem Grunde über Schaap Balie und Vijfwegen nach Staden zum Divisionsstab mußte. Schon damals war eine solche Auffassung eigentlich recht über¬ trieben, denn es war nicht zu erkennen, inwiefern die Trümmer von Schreiboom etwa weniger schwer beschossen wurden als irgendein an- derer Punkt zweitausend Meter hinter dem Vorfeld, oder ob vielleicht der Aufenthalt in dem Betonbunker, den man in die Trümmer ein- gebaut, angenehmer war als irgendwo in den über das freie Feld ver- streuten Unterständen. Das jedenfalls war sicher, daß Schreiboom auf die englischen Flieger jederzeit eine besondere Anziehungskraft aus- übte, weil ihnen der stärkere Verkehr dyrt nicht entging. Sie vergalten 7«