in. Gteenbeek. C fm zwei Uhr nachts ist der letzte Fliegerangriff auf das Dorf er- ■44 folgt. Zehn Minuten hat man sie surren hören, dann kam der Segen herunter. Es rauscht ein wenig, schwillt mächtig an, Flammen brechen hervor aus dem Dunkel und dann ein wildes Geraffel. Und dann wieder Stille. Alles schläft weiter. Es ist ein Spektakel heute nacht an der Front, der unbehaglich stimmt. Im Quartier einer Kompagnie soll es zwei Leichtverletzte gegeben haben. Den Koch stößt der Küchenunteroffizier an. Es muß Feuer gemacht werden für den Fall, daß heute morgen wieder Alarm ist, wie gestern und vorgestern. Die Leute sollen vor dem Abrücken in die Alarmstellung warmen Kaffee empfangen. So geht das nun feit fast acht Tagen. Das Feuer knistert. In der Bataillonsschreibstube brennt Licht. Zwei Telephonisten hocken halb schlafend, ein Vizefeldwebel schreibt eine Postkarte. Die Meldeläufer der Kompagnien liegen auf Strohpritschen an der Seitenwand, das Koppel umgeschnallt. Schwarz ist die Nacht, kein Stern am Himmel, feucht und warm. Das mächtige Klangzittern von Südwesten her dauert unver- mindert an. Auf einmal mischen sich deutlichere Schläge hinein, ein schwaches Aufflammen geht ihnen voraus. Nun scheint es näher zu kommen und seine Kraft zu verdoppeln. Jeder Einzelklang verliert sich in einem gleichmäßigen Rollen, das die Finsternis erschüttert von einem Ende zum andern. i