Full text: Die Zweierschützen im Weltkrieg 1914 - 1918 2. Heft (2. Heft / 1931)

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Mit 1. November erfolgte die Ernennung des Oberstleutnants Unger zum Obersten, zu der er bereits 
nach dem Erfolge bei Potzamcze-Pilica im November 1914 von seinem damaligen vorgesetzten Brigadier, 
Oberst von Hentke, beantragt worden war. 
Am Geburtstag des italienischen Königs Viktor Emanuel, am 11. November, veranstalteten unsere 
Gegner ein besonders lebhaftes Artilleriefeuer auf unsere Schlüsselstellung, den Teufelsfelsen Kote 1776, 
dem unser Artilleriebeobachter Leutnant Ernst Ruffani und sein Vormeister Stephan Telecki zum Opfer sielen. 
Im Lager auf der Kanonenhöhe. 
Ein vom Fähnrich Alfred Grohmann verfaßter und vom Hauptmann Eduard Edler von Stransky 
als Vertreter des Regiments am Grabe der Kameraden am Friedhofe von Soöa gehaltener Nachruf sei 
hier wiedergegeben: 
Dem Leutnant Ernst Ruffani und Vormeister Stephan Telecki. 
Wir stehn an einem heilig ernsten Orte, 
Um tote Helden laßt uns männlich klagen, 
Am offenen Grabe laßt uns Abschiedsworte 
Den teuren, nun entschlafnen Freunden sagen. 
Mit Trauer denkt das Regiment der Treuen, 
Die ihren Dienst erfüllt bis in den Tod. 
Und mochten Todesschrecken sie umdräuen, 
Sie standen, wie es Ehr' und Pflicht gebot. 
Den höchsten Mut — sie haben ihn bewiesen, 
Die höchsten Pflichten haben sie erfüllt. 
Mag Heldenlorbeer einst ihr Grab umsprießen, 
Wenn uns das Licht des Friedens wieder quillt. 
Nun schlaft in Frieden. Euer Angedenken 
Sei unvergessen, wird uns täglich neu! 
Das Vaterland soll seinen Helden schenken 
Das schönste Nuhmeswort: Sie dienten treu! 
Am 17. November trafen 2 Marschbataillone ein, das 14. des Hauptmannes Gottfried Burgstaller, 
der persönlich schon am 18. Oktober in die Stellung der 5. Kompagnie eingerückt war, mit 20 Ofsizieren 
und 765 Mann und das 15., Hauptmann Max Mates mit 21 Ofsizieren und 707 Mann. 
Die Höhenstellung zeigte sich bereits im weißen Winterkleide, während im Tal noch Herbstwetter Skizze 11 
herrschte. Dort beim Proviantofsizier, Oberleutnant Hermann Gollwitzer, im Bersniklager, wo der Gefechts- beiliegend, 
train des Regiments, wo die Nechnungsunterosfiziere und Regimentsschreiber hausten, wo eine Regiments-
	        

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