Full text: Die Zweierschützen im Weltkrieg 1914 - 1918 2. Heft (2. Heft / 1931)

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Durch viele Wochen mußte die Talreserve, zu der Hauptmann Aspöck zur Organisierung des Träger 
dienstes in das Lepenjetal befohlen worden war, die notwendigen Bretter in die Höhenstellung schleppen. 
Das Kommando des linken Flügelabschnittes hatte am 25. Oktober Major Damaschka übernommen. 
Jeder Unterabschnitt erbaute sich nun seine Hilfsplatzhütte. Im ersten Drittel des Aufstieges zum 
Regimentskommando wurde der sogenannte Berghilfsplatz des Oberarztes Dr. Franz Kröll ausgebaut, beim 
Regimentskommando eine Hilfsplatzhütte aufgestellt und später noch ein Hilfsplatz des Regiments im 
Tale. Der Regimentschefarzt Dr. Richard Jenny, zumeist begleitet vom Feldkuraten, Chorherrn Josef 
Ettlmaier, besuchte täglich die Mithelfer im ärztlichen Dienst, Assistenzarzt Dr. Zillig und Dr. Weiner 
und oft die Kämpfer in der vordersten Linie; sie waren die besten Touristen des Regiments. 
Hochlinz, wie es im März 1916 aussah. Standort des Regimentskommandos. 
Eine Röhrenanlage vom oberen Lepenjebach zum Regimentskommando mit einem Pumpwerk, nach 
den Plänen des Jngenieurleutnants Anton Dollenz und unter seiner Leitung ausgeführt, erleichterte bald 
die Wasserversorgung. 
Zur Ansammlung von Vorräten für den Winter, im Falle durch Verschneiung, Verkehrshemmungen 
den Nachschub ausschließen sollten, wurden an geeigneten Punkten der Stellung Depots errichtet. 
Zuletzt durften die Kommandanten daran denken, auch ihren Unterschlupf wohnlich zu gestalten. 
Die primitiven Wege wurden verbessert und teilweise umgelegt, dazu neue Wege angelegt. Leutnant 
Wagner, Kommandant der Regimentspionierabteilung, bewährte sich dabei außerordentlich und die Arbeiter 
abteilungen Nr. 52/bhl, 14/bh2, 103/bh 4, 201/L4, 253/L 6 und 251/Lst6, leisteten Großartiges. 
Durch ein vielverzweigtes Telephonnetz stand das Regimentskommando mit allen Unterabteilungen und 
wichtigen Punkten in reger Verbindung, wie nachstehende Linien-Skizze zeigt. Als vorzüglicher Verbindungs- Siehe 
offizier zwischen dem Regimentskommandanten und allen Teilen des Regiments einerseits und mit den vor- nächste Seite, 
gesetzten Stellen anderseits betägtigte sich mit besonderem Takt und unermüdlich der beim Regimentskommando 
eingeteilte Leutnant Dr. Ludw. Langoth, was ihm die außertourliche Beförderung zum Oberleutnant eintrug. 
Bald erleichterte eine Drahtseilbahn den Nachschub, die Errichtung einer Feldbäckerei in 1200 Meter 
Höhe an der neu angelegten horizontalen Wegstrecke zum Regimentskommando und nicht weit davon die 
Aufstellung eines Elektromotors, der bis 11 Uhr nachts Licht spendete. 
Die Hüttenkolonien benannten sich am linken Flügel Ruachnensitz, Granatenhäufel, nach den vielen 
herumliegenden Sprengstücken, und Hötzendorf; in der Mitte „Hochlinz" das Regimentskommando. bei 
der Feldbäckerei, wo sich die Wege gabelten, „Hochwegscheid", etwas tiefer, wo die Landsturmarbeiterabtei-
	        

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