Volltext: Die Zweierschützen im Weltkrieg 1914 - 1918 2. Heft (2. Heft / 1931)

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Leutnant und 27 Alpini als Kriegsgefangene ein. Auf Kote 1776 ward von der von Hauptmann Artur 
Kawinek befehligten Angriffsgruppe unter tatkräftiger Mitwirkung der 2. Kompagnie, Oberleutnant Karl Neu 
mann, von rechts und der 7. Kompagnie, Hauptmann Franz Fischer, von links bis Mitternacht des 13. auf 
den 14. September die vollständige Säuberung des Teufelsfelsens vom Feinde gelungen. Schwere Verluste 
wurden den italienischen Kompagnien, die am folgenden hellen Tage den Rückweg zum Vrsiö empor nehmen 
mußten, bereitet. Der Schlüsselpunkt Kote 1776 war nun wieder fest im Besitze der Zweier und blieb es. 
Alpini, unsere Gegner am Westabhang des Vrsic 1915, nach einer 
einem kriegsgefangenen Leutnant abgenommenen Photographie. 
Zu der gehobenen Stimmung über den Erfolg gesellte sich die Freude über das Verordnungsblatt für 
die k. k. Landwehr, Normalverordnungen, 22. Stück, vom 8. September 1915, das die Verleihung der 
Fahnen*) für die Fußtruppen der k. k. Landwehr mit Zirkularverordnung vom 4. September 1915, Präs. 
Nr. 14.256, wie folgt, verlautbarte: 
„Seine k. u. k. Apostolische Majestät haben in neuerlicher allergnädigster Anerkennung der 
„besonders verdienstvollen Leistungen der k. k. Landwehr, welche während der ganzen bisherigen Kriegs- 
„periode mit den Truppen des k. und k. Heeres in unentwegter und treuester Pflichterfüllung vor 
„dem Feinde wetteiferr und bereits wiederholt die Allerhöchste Anerkennung fand, die Beteilung der 
„k. k. Landwehrfußtruppen mit Fahnen huldvollst in Aussicht zu nehmen geruht. 
„Die Verfügungen wegen Ausstattung und Ausführung dieser Fahnen sowie betreff Anfertigung 
„und feierlicher Ausgabe werden nach Beendigung des Krieges erfolgen. 
„Dieser Allerhöchste Gnadenakt soll für die Truppen der k. k. Landwehr ein weiterer Ansporn zu 
„neuen Heldentaten sein und wird sich dieselbe gewiß durch weitere glänzende Leistungen vor dem Feinde 
„dieser Allerhöchsten Verfügung immer wieder würdig erweisen! 
Freiherr von Georgi m. p. 
General der Infanterie." 
*) Die Fahnenweihe fand am 8. Juni 1924 in Gegenwart der hohen Fahnenpatin Fürstin Fanni Starhemberg- 
Larisch und ihres Gemahls, des Landeshauptmannes Prälat Johann Nepomuk Hauser, des Generalobersten Friedrich Frei 
herrn von Georgi, des Feldmarschalleutnants Karl Edler von Kailer (ehern. Zweier) und vieler anderer Dignitäre, gele 
gentlich des Wiedersehensfestes des Edelweißkorps in feierlicher Weise im überfüllten alten Dome in Linz durch Pfarrer 
Matthias Spanlang statt.
	        

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