Waldkirchen, Sche fw eg, Böhm. Zwiesel, Fürholz,
Unter-Grainet nach Bischofsreit, überschritt bei M a r ch-
häuse r den Kamm des Böhmerwaldes und führte über Böhm. Röhren,
Wallern, Zuderschlag, G a n s (Burg), A l b recht s ch I a g und
P f e f f e r s ch l a g nach P r a ch a t i tz. Von Albrechtschlag zweigte eine
Straße nach S a b l a t ab, deren Bau König Wenzel IV. im Jahre 1400
erlaubte.
Neben dem eigentlichen Goldenen Steig mündete ein „rechter" Weg von
Ober plan über Salnau und Schönau in Wallern.
Schon um 1360 zweigten vom Goldenen Steig weitere Wege ab und
zwar: über Röhrnb a ch nach Freyung, von da über S ch m i d i n g,
K u s ch w a r d a, Ober-Moldau, Salzw e g nach Winterberg und
von Freyung über Kreuzberg, Mauth, H o henrö h re n, Au-
ß e r g e f i l d, I n n e r g e f i l d und Ziegenruck nach B e r g r e i ch e n-
st e i n, bezw. Schütte n h nacho f e n.
Von I l zst a d t ging auch ein alter Handelsweg über H a l s, Hut -
t h u r m, Grafenau und zwischen Lusen und Spitzberg nach P ü r st i n g-
I n n e r g e f i l d oder über M a der nach Schüttenhof e n.
Von Regensburg aus führte durch den Nordwald über R i n ch n a ch
— Zw i e s e l—G utwass e r—H artm a -n i tz der „G u n t h e r st e i g", be
nannt nach dem heil. Günther. Er lebte seit 1008 als Einsiedler im Nordwald,
ließ sich in Gutwasser nieder, das er durch einen Steig mit Rinchnach verband.
1045 starb er in Gutwasser.
Die Wege, welche die Stadt Passau mit dem östlichen Teil von Bayern
verbanden, waren: Thyrnau, Ha uzenberg, Br eiten berg und
Ober n z e l l, G r i e s b a ch, W i l d e n r a n n a, W e g s ch e i d; letzterer
ist auch ein Böhmweg, weil darauf über Kollers ch l a g, Peil st e i n,
Oeppin g, S ch l ä g l, A i g e n, S a rau, Unter-Wuldau, Schwar z-
b a ch, H ö r i tz nach K r u m a u Salz verfrachtet wurde.
Von Wildenranna ging der Verkehr auch über die Burg F a l k e n st e i n
nach N i e d e r - R a n n a.
Von Waldkirchen und Hauzenberg, beide durch einen Saumweg verbun
den, führten „Schliefwege" gegen K l a f fe r st r a ß, Klaffer, Ulrichs-
b e r g, von da einerseits über L i ch t ei n b e r g nach O b e r p l a n, anderseits
nach J u l b a ch. Auch über den Plöckenstein führte ein Schliefweg längs des
Klafferbaches nach Klaffer, ein anderer nach Oberplan.
Dagegen waren die Saumstraßcn von I l z st a d t über Sulz st e g,
Kell b e r g, G r i e s b a ch, Wildenranna, W e g s ch e i d und die von
der Überfuhr bei Ober m ü h l, nach Alte n f e l d e n, N e u f e l d e n,
R o h r ba ch, H a s l a ch, F r i e d be r g, K r u m a u bereits am Ende des
16. Jahrhunderts als „rechte" Wege anerkannt.
Südlich von St. Peter liegt das Dorf Schöfau. Sein Name, aus Schöf-
wegen entstanden, erinnert an einen Schefweg, der, von St. Martin nach
Norden abzweigend, an der einstigen Kirche S t. Ni kola vorbei über S ch ö f-
a u, S t. Pete r und Helfen b e r g einerseits nach F r i e d b e r g, ander
seits nach H a s l a ch führte.
Von F re i ze l l ging ein Saumweg über N i e de r -K a p pel, Le m-
bach und Sarleinsbach nach Roh r b a ch.