Full text: Gemeindenachrichten Ottensheim 2012 / 357 (2012 / 357)

Gemeindenachrichten • Nr. 357 21 Bei der Jahreshauptversammlung des Imker- vereines Ottensheim durfte ich den jüngsten Imker Ottensheims – den siebenjährigen Ja- kob Meindl – kennen lernen. Als 5-jähriger hatte Jakob noch furchtbare Angst, wenn eine Biene auch nur vorbei flog. Diese Angst konnte ihm sein Onkel Berthold Beissmann – selbst Imker – nehmen, indem er Jakob alles über Bienen erzählte und ihm vor allem den direkten Kontakt zu den Bienen zeigte. Weil Jakobs Interesse immer mehr wurde , schenk- te ihm sein Onkel zu seinem siebten Ge- burtstag zwei eigene Bienenvölker. Junge ImkerInnen zu finden ist nicht einfach, wie mir Karl Pichler – Obmann des Imkerver- eines – bestätigte, umso erfreulicher war es, dass an diesem Abend mehrere Junge ihr In- teresse gezeigt haben. Die Arbeit der Imker ist für uns Menschen eine ganz bedeutende und wir sind auf die Bienen und ihr fleißiges Tun angewiesen. Wenn die Bienen ihrer „Arbeit“ nicht mehr verrichten (können), wenn die Krankheiten der Bienenvölker zunehmen, dann wird auch die Natur zugrunde gehen. Darum ist es von besonderer Bedeutung, dass die Landwirt- schaft dies bei ihrer Arbeit berücksichtigt und weitgehend auf Chemie im Dünger und Saatgut verzichtet. Ob das ein frommer Wunsch bleibt oder die naturnahe oder bio- logische Landwirtschaft noch mehr Fuß fasst wird sich zeigen. Uli Böker Bürgermeisterin Jakob Meindl – der jüngste Imker von Ottensheim Es kommt immer wieder vor, dass Radfahre- rInnen mit ihren Mountainbikes den „Kick“ im Wald und auf Forstwegen suchen. Ent- sprechend dem Forstgesetz ist es seit 1975 jedem/r erlaubt sich im Wald zu Fuß aufzu- halten. Der §33 Absatz 3 Forstgesetz beschreibt die möglichen Ausnahmen. So kann mit Zu- stimmung des Waldbesitzers auch per Rad der Wald durchquert werden, aber eben nur im Einverständnis. Da es immer wieder zu Beschwerden durch WaldbesitzerInnen kommt, müssen wir auf diesem Wege die er- holungssuchenden BürgerInnen an diese Ge- setzeslage erinnern und dringend um Einhal- tung der Vorschriften bitten. Radfahren im Wald Die Gemeinden sind sehr bemüht, die grund- sätzlich positive Stimmung mit den Grund- besitzern zu erhalten, da es in den vergange- nen Jahren auch bei Neubeschilderungen von Wanderwegen zu massiven Widerstän- den gekommen ist. Nicht zuletzt wegen der Haftung im Schadensfalle wehren sich be- reits viele GrundbesitzerInnen gegen Wan- derwege, wenn sie auch nur neu beschildert werden. Der Erholungswert der Natur stei- gert sich mit der Zufriedenheit der Betroffe- nen und das sind nicht nur die Erholungssu- chenden, sondern auch „Umfeldanbieter“ wie es die Landwirte sind. DI Florian Gollner Wirtschaftshofleiter Das Wetter war uns nicht gut gesonnen. Kal- ter Wind ist um die Ohren gefahren. Dennoch haben sich 20 unerschrockene Damen und Herren zum alljährlichen Ortsputz zusam- men gefunden und sind im Ortsgebiet auf manch Unrat gestoßen. Letztendlich ist auch heuer wieder der VW-Bus gut gefüllt nach Hause gefahren. Als kleines Dankeschön wurden die eifrigen SammlerInnen im Gasta- haus zur Post zu einer Stärkung mit Gulasch und passendem Getränk eingeladen. So ge- sehen ein kleiner Erfolg für alle. DI Florian Gollner Verein für Verschönerung und Lebensqualität Ottensheim Die Jägerschaft bittet um Ihr Verständnis Mit Begeisterung und Lebensfreude genießt der Naturliebhaber den Frühling. Die Tier- und Pflanzenwelt begrüßt ihn mit einer überwältigenden Vielfalt neuen Lebens und bietet ihm eine schier unerschöpfliche Quel- le an Freude und Lebenskraft. Wir Jäger ver- stehen die Naturbegeisterung unserer Mit- menschen und wissen um den Erholungswert eines intakten Lebensraumes. Wir bitten da- her für unsere Wildtiere und die Pflanzenwelt um Verständnis und erlauben uns, einige grundsätzliche Verhaltensregeln vorzutra- gen: Besonders in der Morgen- und Abend- dämmerung brauchen unsere Wildtiere ruhi- ge Äsungs/Fress-Möglichkeiten. Während des Tages ziehen sich viele unserer Wildtiere in Ruhezonen, in die Hecken und in die Wald- und Bachrandzonen, zurück – bitte nicht auf- schrecken. Jungtiere und Gelege (Nester mit Eiern) bitte nicht berühren. Denken Sie bitte daran, dass auch der Grundbesitzer ein Recht auf den Schutz seines Eigentums hat. Die Frühlingswanderung oder Mountainbike- Tour bitte nur auf allgemein genutzten oder ausgewiesenen Wegen durchführen. Bitte, immer daran denken – wir alle können uns nur so lange eines intakten Lebensraumes freuen, so lange wir selbst bereit sind, diesen durch unser persönliches Verhalten zu hegen und zu pflegen. Die Natur unserer gemeinsa- men, schönen Heimat wird es Ihnen danken. Weidmannsdank! Jägerschaft Ottensheim Ortsputz 2012 Frühlingszeit – Kinderstube der Natur
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