Vorwort
Der politische Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie
hatte auch das Ende ihrer Wehrmacht zur Folge. Jahrhunderte hin
durch wehten deren glorreiche Fahnen und Standarten auf allen
Schlachtfeldern Europas, brachten ihre Soldaten die schwersten
Blutopfer.
Mit der Wehrmacht schwanden auch die Voraussetzungen für
die weitere Verleihung des Militär-Maria Theresien-Ordens. Er wird
nach dem Tode des letzten seiner Mitglieder nur mehr der Erinne
rung angehören. Die Waffentaten jedoch, für die er im Laufe von
einhunderteinundsechzig Jahren verliehen worden ist, die sich, Lor
beerblättern gleich, zu einem unvergänglichen Ruhmeskranz zusam
menfügen, sollen im deutschen Vaterland auch von künftigen Ge
schlechtern ehrfurchtsvoll und treu als Vermächtnis der Vergangen
heit gewürdigt werden können.
Zwei auf amtlichen Grundlagen aufgebaute Werke schildern die
bis 1878 vollbrachten Taten. Das vorliegende dritte behandelt jene,
die im Weltkrieg 1914 bis 1918 des Ordens würdig befunden wurden,
und beschließt damit seine Geschichte.
In Erfüllung einer Pflicht und im Geist der dahingeschiedenen
Kanzler des Ordens übergebe ich diese Darstellungen der Öffent
lichkeit.
Wien, im November 1942.
Dr. Carl Freiherr von Bardolff
General der Infanterie z. V.