Volltext: Es werde Licht! 4. Jahrgang Folge 8. (4. Jahrgang. Folge 8. / 1924)

Seile 6 
„Es werde Licht l< 
*• Jahrgang 
(Kirchweihfest und hl. Firmung.) Am 29. Juni wollten wir 
den Gedächtnistag der Einweihung unserer Prunerstiftkirche (27. Juni 1920) 
festfröhlich begehen und mit dieser Feierlichkeit zugleich die Spendung 
der hl. Firmung verbinden, wozu wir uns den Besuch des hochwürdi¬ 
gen Herrn Bistnmsverwesers erbeten hatten. Doch in den Becher unserer 
Festesfreude fiel in letzter Stunde ein bitterer Wermutstropfen: die 
Kunde von der schweren Erkrankung des Herrn Bistmnsverwesers. Da 
aber alle Vorbereitungen getroffen waren, nahmen wir die Entscheidung 
des Herrn Bistumsverwesers gerne an, womit er seinen Koadjutor, 
Herrn Synodalrat Pfarrer Hoßner mit seiner Stellvertretung betraute. 
Herr Synodalrat Pfarrer Hoßner wurde am Samstag den 28. Juni am 
Bahnhöfe von Herrn Erzpriester Pfarrer Tüchler und den beiden Kirchen¬ 
räten, Herrn Synodalrat Hans Hecht und Herrn Direktor Cornel Sommer, 
empfangen. Anstatt eines allgemeinen Familienabcnds, dessen Abhaltung 
uns mit Rücksicht auf die schwere Erkrankung des Herrn Bistumsver¬ 
wesers nicht angebracht erschien, fanden sich außer unserem Herrn Pfarrer 
einige Mitglieder des Kirchenrates und des Frauenvereines zu einer 
zwanglosen Geselligkeit zusammen, bei der das vom Herrn Pfarrer jüngst 
gebildete (leider nicht vollzählig erschienene) tzausorchester seine Feuer¬ 
taufe empfing. Beigaben des Ehepaares Holletz, die nmndartliche Schil¬ 
derung einer Kirchenratssitzung (Gedicht der Vorsteherin des Frauen¬ 
vereines Fr. Hengl), Violinvorträge des Herrn Kugler, auf dem Klaviere 
begleitet von Herrn Fritz Hecht, besonders Vorträge unseres vorzüglichen 
Berufs-Komikers, des Herrn Direktors Franz Amon, verschönten den 
Abend, dessen Stunden rasch entflohen. Der festliche Empfang des Herrn 
Koadjutors Pfarrer Hoßner am Sonntag, den 29. Juni, vor der Kirchen¬ 
türe durch den Kirchenrat, Frauenverein, Schulkinder und Pfarrer leitete 
den Gottesdienst ein, den die vom gemischten Kirchenchore gebrachte 
deutsche Messe von Schubert und zwei von Herrn Pfarrer Tüchler 
komponierte Violinsoli (H. Insp. Klem) mit Harmonium (Frl. Martha 
Tüchler) feierlich hoben. Eine sehr große Anzahl der Andächtigen ging 
mit den Firmlingen zum hl. Abendmahl. Nach dem Gottesdienste wurde 
nach einer Festansprache des Herrn Pfarrers Hoßner von ihm an sechs 
Firmlinge das hl. Sakrament der Firmung gespendet. Ein gemeinsames 
Mittagessen und ein Ausflug der Firmlinge auf den Pöstlingberg schlossen 
die schön und würdig verlaufene Feierlichkeit. 
Innsbruck. (Gottesdienst.) Am 3. Juni habe ich, einer Ein¬ 
ladung der Innsbrucker Glaubensgenossen folgend, in der dortigen 
evangelischen Kirche Gottesdienst, verbunden mit hl. Abendmahlsfeier, 
gehalten, der gut besucht war. Obwohl Innsbruck nicht mehr zu meinem 
Pfarrsprengel gehört, macht es mir immer wieder Freude, meinen ehe¬ 
maligen Pfarrkindern, als Gegendank für ihre treue Anhänglichkeit, 
Dienste leisten zu können. Leider wird es mir meine steigende pfarr» 
ämtliche Inanspruchnahme seitens der eigenen Gemeinde nicht mehr er¬ 
möglichen, so oft, als ich gerne wollte, nach Innsbruck zu fahren; die 
Entfernung ist zu groß (10 Schnellzugsstunden.) Aber einmal im Jahre, 
wie ich's versprochen habe und wenn's sein kann, zweimal, werde ich 
kommen, bis Ihr Euren eigenen Seelsorger habt! Gruß Euch, Inns¬ 
brucker, und die Bitte um treues Ausharren ! Pfarrer Tüchler.
	        
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