Volltext: 1914-Lieder ZweiteFolge (ZweiteFolge 1914)

So mancher schaute im Schützengraben 
Sich sehnsüchtig um und lugte aus, 
OL er die Reitergeschwader nicht traben 
Höre zur Hilfe im Kugelgebraus? 
Gedeckt durch einen Höhenrücken 
Die Eskadronen reiten an. 
Auf ihrer Tiere Hals sich bücken, 
Scharf spähend, Offizier und Mann. 
Jetzt kreist der Degen. — „Aufmarschieren!" 
Signal: „Galopp!" — „Hurra! Hurra!" 
Schrapnells inmitten der Glieder krepieren. 
Die Sonne zum letztenmal mancher sah. 
Doch weiter und weiter auf schäumendem 
Pferde! 
Es färben sich dunkel die Fähnlein im Blut. 
Stich vorwärts, Stich seitwärts, Stich zur 
Erde! 
Zusammenrasselt der Franzmänner Mut. 
Tausend Gefangene, achtzehn Geschütze 
Waren des Tages Lohn und Preis. 
Doch auf dem Felde in Furche und Pfütze 
Lagen viel Helden rundum im Kreis. 
Es bläst Appell. — Zerschlissen die Fahnen, 
Zerklafft der Tschapka Schuppenband, 
Sammeln im Schritte sich die Ulanen, 
Müde im staubigen Ackerland.
	        
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