Volltext: Chronologisches Necrologium der seit 1785 in der Diöcese Linz verstorbenen geistlichen Personen (1 / 1887)

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Lambach. 
P. Victorin Berndl, Pfr. zu Steinerkirchen 
(1885). 
P. Theophilus Hormbauer, Stiftssenior und 
Pfarrv. zu Thalheim (1885). 
P. Gerard Schmirdorfer, Forstmeister 
(1886). 
P. Friedrich Schmid, Pfarrv. in Alhaming 
(1886). 
P. Claudius Viehaus, Küchenmeister 
(1886). 
P. Alois Kerschischnigg, Stiftshofmeister 
in Linz, emerit. Pfr. (1886). 
Verstorbene Cleriker. 
Fr. Aegid Schachner, Profess (1794). 
Fr. Franz Pfalzer (1803). 
Fr. Wolfgang Tröbinger (1804). 
Fr. Basil Weideker (1818). 
Fr. Sebastian Gstettenbauer (1834). 
Verstorbener Noviz. 
Fr. Adalbert Steiner (1818). 
Verstorbene Laienbrüder. 
Fr. Oswald Paumann (1792). 
Fr. Vitus Hengeler (1792). 
Fr. Thassilo Hartleuthner (1801). 
Fr. Hermann Schörger (1808). 
Fr. Oswald Sckwarzlinüller (1830). 
Fr. Thassilo Kletzl (1864). 
Lambach, 
Monasterium Lambacense, eine Benedictiner - Abtei. 
Arnold II., Graf von Wels-Lambach, bestellte an der schon von seinem Vater 
Arnold I. gestifteten Pfarrkirche Lambach zwölf weltliche Canoniker und wandelte 
die Stammburg in ein Capitelhaus um, etwa um das Jahr 1043. Sein Sohn, der 
hl. Bischof Adalbero von Würzburg, übergab die Familien-Stiftung, welche seit 
dem Tode des Vaters etwelche Verkümmerung erlitten hatte, dem Benedictiner-Orden, 
wahrscheinlich im Jahre 1056. Abt Eggeberg von Münster - Schwarzach, wahrscheinlich 
selbst ein Reformmönch aus Gorz in Lothringen, bildete die neue Colonie aus Mönchen 
seines eigenen Klosters und aus den übergetretenen Clerikern und bestellte auf An¬ 
ordnung des bischöflichen Stifters einen der Schwarzacher Mönche, Bezemann, zum 
ersten Abt von Lambach. Das Kloster begann seine cultivirende Thätigkeit, die 
ausgedehnten Waldungen wurden gelichtet, neue Dörfer, neue Kirchen entstanden. 
Von dem allseitigen Gedeihen der Stiftung gibt vor allem der Umstand Zeugniss, 
dass a. 1089 zwölf Benedictiner von Lambach mit Abt Sigibold das Collegiat-Stift 
Melk übernahmen, berufen von Leopold III., dem Schönen. Im selben Jahre am 
15. September fand die feierliche Einweihung der Stiftskirche Lambach statt durch 
den Bischof Altmann, den Jugendfreund Adalberos. Dieser weihte den St. Joannis- 
Altar, jener den Hoch-Altar. St. Adalbero vollendete im Rufe der Heiligkeit am 
6. October a. 1090 und fand in der Mitte des Gotteshauses sein Grab. Seine un¬ 
versehrt gebliebenen Reliquien wurden mit Erlaubniss des apostolischen Stuhles am 
13. September 1883 erhoben und zur öffentlichen Verehrung übergeben. Von nun 
an wurde auch durch die Sacra Congregatio Rituum die Begehung des Festes 
St. Adalberonis E. C. als eines in Oberösterreich gebornen und gestorbenen Landes- 
Heiligen nicht nur im Stifte Lambach, sondern auch in der ganzen Diöcese zugleich 
mit den Festen des hl. Bischofes Altmann und des hl. Abtes Berthold von Garsten 
pro officio et Missa genehmiget. 
Unermtidet fuhr das Stift Lambach in seiner benedictinerischen Arbeit, der 
Rodung und Cultivirung des Bodens fort, bis der Kriegszug des Bayernherzogs 
Otto auch Lambach und seine Umgebung a. 1233 arg verwüstete. Erst nach 
24 Jahren, unter Abt Leonhard II., erhob sich wieder Kirche und Kloster. Um
	        
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