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verliess. Dabei verlor sie den Appetit, magerte ab und
sah elend aus. Alle gegen dieses Uebel innerlich und Ört
lich angewendeten Mittel blieben erfolglos; ein wiederholter
Kurgebrauch in Bad-Hall brachte alle lästigen Erschei
nungen ‘zum Schwinden. Patientin erfreut sich jetzt des
besten Wohlseins, macht fleissig Spaziergänge und Besuche,
und ihre alte Lebenslust ist vollständig zurückgekehrt.
Frau Fr. H., Realitätenbesitzerin aus Bu., hatte schon
das 60. Lebensjahr überschritten, als sie sich durch das
stetige Anwachsen ihres Unterleibes und die damit gleichen
Schritt haltende Kurzathmigkeit veranlasst sah, ärztlichen
Rath und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es wurden
faust- bis kindskopfgrosse Geschwülste in der Gebärmutter
und in beiden Eierstöcken vorgefunden, welche das Zwerch
fell in die Höhe drängten und dadurch die Kurzathmigkeit
bedingten. Es wurde ihr der Kurgebrauch in Bad-Hall
anempfohlen. Da ich bei der Untersuchung der Patientin
nebst dem erwähnten Unterleibsleiden auch einen Herz
klappenfehler nachwies, so gebrauchte ich die grösste Vor
sicht in der Anordnung der Trink- und Badekur, welche
jedoch über alles Erwarten gut vertragen wurde und schon
nach wenigen Wochen eine solche Besserung im Befinden
der Patientin herbeiführte, dass diese mit Leichtigkeit einen
halbstündigen Spaziergang machen und die ganze Nacht
hindurch ruhig auf dem Rücken liegen konnte, was ihr
früher absolut unmöglich gewesen war. Da im darauf
folgenden Winter die alten Beschwerden wieder zurück
gekehrt waren, so wiederholte sie im nächsten Jahre die
hiesige Kur mit demselben günstigen Erfolge und seit
dem kehrt das liebe alte Mütterchen alljährlich auf einige
Wochen bei uns ein, um sich, wie sie sagt, wieder um ein
Jahr zu verjüngen.
Frau J. Tr., Fabrikantensgattin aus Wien, bekam im
Schuber, Bad-Hall. 3. Aufl. 6