Full text: Abt Maximilian Pagl von Lambach und sein Tagebuch (1705-1725)

g- III. Quinquennium 1715—1720. 
1716. 2. Jänner bin ich nach Linz. — Aus dem Ein¬ 
nehmeramt habe ich von denen 500 fl., so zu 5 per Cento an- 
liegen, die auf 2 Jahr verfallenen Interessen per 50 fl. erheben 
lassen. (Das Einnehmeramt befand sich in Linz bei der Land¬ 
schaft). — Domino Praesidi Sodalitatis B. V. M. ob dedicatum 
libellum: Defensio B. Virginis Mariae intitulatum, dedi per 
honorarium 60 fl. et ob impetratas Roma duas bullas Ponti- 
ficias concernentes renovare indulgentiam dedi unum aureum. 
— Dem Landschafts-Ingenieur Khnittl habe für einen verfer¬ 
tigten großen kupfernen Brennspiegel 33 fl. 54 bezahlt,1 wel¬ 
cher aber fpr solchen nur seine ausgelegte Unkosten, für seine 
Mühe und Arbeit mir aber nichts angerechnet. 
16. Jänner ist P. Severinus Sindt, mit allen hl. Sakra¬ 
menten versehen, gestorben.2 Requiescat in pace. 
19. Jänner ist eine Colonna (Abteilung) vom Carl des 
XII. Königs in Schweden Hofstaat und Militaire, meistens in 
Ministern, Generälen und andern Officieren bestehend, aus 
der Türkei anher zu Linz ankommen. Hat den 20. darauf 
einen Rasttag gehabt; haben viele Polen, Türken, Cosaken 
und Juden mit sich und werden vom Kaiser durch die Erb¬ 
länder frei spediert. Die andere Colonna geht durch Wels, 
worunter der Cosakische Feldherr. 
1. Februar bin ich nach Haus gereist und habe den 
4. darauf den Convent zu Au tractiert und dazu die Herren 
Officiere von Gmunden eingeladen. 
5. Februar bin ich wiederum nach Linz und habe dem 
Messerschmied Prezer per Abschlag der angefriemten 
Arbeit 150 fl. bezahlt vorhinein. 
1 Dieser kupferne Sonnenspiegel wird noch im Naturalienkabinet des Stiftes 
auf bewahrt. 
2 P. Severinus Sindt aus Linz, s. Einleitung, Stiftskapitulare.
	        
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