Full text: Abt Maximilian Pagl von Lambach und sein Tagebuch (1705-1725)

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Die Pomeranzen haben zu Cremsmünster, und ein oder an¬ 
dern Orth, gar keinen Saft gehabt, welcher zwar in denen 
meinigen nicht ermangelt, wie denn auch ich bis 40 gar voll¬ 
kommene und über die Massen saftige Margarantenäpfl be¬ 
kommen. Der Pfeffer ist auch zu zeitlicher Perfection kom¬ 
men. Der Serpens cereus hat anheur zwischen dem 9. und 
10. August floriert, also daß die wunderschöne Blum den 9. 
abends sich aufgethan um 8 Uhr, den 10. gegen solcher Zeit 
in der Früh sich wieder geschlossen. In den Weingärten 
hatte es das Ansehen, daß wegen der großen Dürr das Lesen 
Abbildung 12. 
Wandleuchter und Tasse vom Speisesaal des Stiftes Lambach 
aus der Zeit des Abtes Maximilian Pagl. 
sehr gering werden werde, weil es aber gleich zu der Les¬ 
zeit sehr viel geregnet, also hat wider Verhoffen das Lesen 
sehr wohl ausgeben, wie ich denn heuer 1808 Eimer, die zwei 
abgelösten Drittl mit eingerechnet, bekommen, uneracht der 
Schaur zu Crembs geschlagen und der Schaden auf 500 Eimer 
gerechnet worden; ingleichen zu Mödling ist durch den Schauer 
die Hälfte erschlagen worden. Es ist aber die heurige Lesung 
sehr hoch und samt der Ablösung (ein Drittl) auf 6102 fl. 
kommen. — 2. Ist in der hl. Dreifaltigkeitskirchen mit dem 
Freskogemälde, Polierarbeit und Vergoldung der Gesimse ein
	        
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