Full text: Abt Maximilian Pagl von Lambach und sein Tagebuch (1705-1725)

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dene Bücher, worunter S. Bernardi, S. Anselmi et S. Isidoris, 
item Aeneae Sylvii opera um 160 fl. 30 kr. abgekauft, daran 
60 fl. 30 kr. bezahlt, restieren also demselben noch 100 fl. 
28. Dezember habe ich ihme abermalen Summa Theo- 
logiae Scotisticae per 6 fl., Manuale Thomistorum per 4 fl. 
und Mart. Becans Manuale Controversarum um 1 fl. abgekauft. 
30. Dezember hat der Hofkellner den Rest von seiner 
Leseraittung mit 141 fl. 31 kr. erlegt. — Item eodem der Hof- 
castner 131 fl. 9 kr. Traidgeld. — Dieses Jahr sind in der 
Closterkirche 27.200 Communicantes gewest. 
Ueber die in der Cammereiraittung hereingekommener be- 
bezahlter Pupillengelder sind heur dahin bezahlt worden 1869 fl. 
7 kr. 12 Pfg., samt 86 fl. 3 kr. 17 Pfg. Interesse, welches Inter¬ 
esse aber ich aus der Cammereicassa zu bezahlen angeschafft 
habe; bleiben also mit Ende 1917 annoch in die Pupillen- 
cassa zu bezahlen schuldig 1000 fl. — NB. Diese Pupillen¬ 
gelder sind zu den Recrutenstellungen appliciert worden, me 
quidem inscio. 
1718. Der „Schreibkalender auff das Jahr 1718" ist nicht mehr vor¬ 
handen. — In diesem Jahre ließ Abt Pagl das große Urbar anlegen, wel¬ 
ches er von der obderennsischen Landschaft hat beglaubigen lassen (siehe 
Einleitung). 
1719. Deo Auspice. 3. Jänner hat der Hofcastner 120 fl. 
36 kr. Traidgeld erlegt. — Eodem habe ich dem Hofrichter 
180 fl. vom obigen Traidgeld und 45 fl. Fr. Mauri Erbportion 
zur Bezahlung einiger Pupillengelder übergeben. 
7. Jänner hat Johann Georg Jaidhauser, Bürger 
und Oberviertlmaister, von der zur allerheiligsten Dreifaltig¬ 
keitcapellen gemachten Stiftung für das verflossene 1718er und 
eingegangene 1719er Jahr jedes 10 fl. und 3 Pfund Wachs, 
zusammen 20 fl. und 6 Pfund Wachs gegen Quittung das 
erstemal erlegt. 
10. Jänner hat der Hofkellner 45 fl. für verkauften Wein 
erlegt. 
14. Jänner bin ich nach Linz. 
15. Jänner hab ich von dem Prezer einen türkischen 
Pallasch samt zwei Wurfpfeil in einer Scheide von Sapp oder 
Cameelhaut, wie auch einen türkischen Säbl, alles mit Silber 
beschlagen und sehr saubere Arbeit und reich vergoldet, die 
Klingen sind damasciert, wie auch die Wurfpfeil von Damas¬ 
kus, um 56 fl. erkauft. 
23. Jänner sind die löblichen Stände gesessen. 
28. Jänner hat mir Herr Landvicedomb die 1718jährige 
.Landrathsbesoldung, nach Abzug 3 fl. Arrha mit 97 fl. bezahlt. 
29. Jänner bin ich nach Haus.
	        
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