I. August.
Kundgebungen des deutschen und österreichischen Kaisers. —
Niederlage der Engländer und Franzosen im Abschnitt von
Maurepas. — Kampfe bei Bellog und Estrees. — Erfolgreiche
Kampfe bei Feste Souville und im Laufse-Wäldchen. — Rnssi-
sche Angriffe bei Pinsk und im Ltochod-Bogen, sowie zwischen
Witoniez und der Tnrga, bei Wisniowczgk und Welesniow ab-
geschlagen. — K. u. k. Truppen weisen russische Anstürme bei
Alolodglow, an der obersten Turga, bei Kaszowka, zwischen Larug
und Kowel, sowie sudlich des Pripjet siegreich zurück.
— Ernste Unruhen unter den Negern Westafrikas. — Russische
Truppen in Saloniki gelandet. — Abfahrt der „Deutschland"
ans Baltimore. — Erfolgreiche Tätigkeit deutscher U-Boote. —
Deutsche Zeppeline über London.
Der Kaiser an das deutsche Volk!
Berlin, 31. öuIL (W. T. B.) Leine Majestät der
Kaiser hat an den Reichskanzler folgenden Trlah gerichtet:
Zum zweiten Wale kehrt der Tag wieder, an dem Mich
die Feinde zwangen, Deutschlands Löhne zu den Waffen zu
rufen, um Thre und Bestand des Reiches zu schützen. Zwei
Zahre beispiellosen Heldentums in Taten und Leiden hat das
deutsche Bolk durchmessen. Heer und Flotte haben im Berein
mit treuen und tapferen Bundesgenossen in Angriff und Ab¬
wehr den höchsten Ruhm erworben. Biele Tausende unserer
Brüder haben ihre Treue gegen das Baterland mit ihrem Blute
besiegelt.' ön West und Ost bestehen unsere heldenmütigen Feld-
grauen in unerschütterlicher Festigkeit den gewaltigen Ansturm
der Gegner. Unsere junge Flotte hat am ruhmreichen Tage von
Lkagerrak der englischen Armada einen harten Schlag versetzt.
Leuchtend stehen Mir die Taten nie ermüdenden Opfermuts
und treuer Kameradschaft an der Front vor Augen. Aber auch
daheim ist Heldentum: bei Mann und Frau, bei jung und alt,
bei allen, die Trauer und öorge still und tapfer tragen, die ord-
nen und helfen, um die Leiden des Krieges zu mildern, in der