Full text: Die Wallfahrtskirche der allerheiligsten Dreifaltigkeit zu Paura bei Lambach

Auf einem sonnigen Hügel, hart an dem rechten 
Ufer der Traun, die fich unmittelbar in der Nähe 
mit der Ager vereinigt, eine viertel Stunde ungefähr 
oberhalb des Benediktinerstiftes Lambach, liegt die Wall- 
fahrtskirche Paura (in alter Zeit Burowe, Bauer- 
nau genannt).^) Sie verdankt einem Gelübde des 
frommen Abtes von Lambach, Maximilian Pagl, 
(1705 —1725) ihre Entstehung. Als nämlich um 1712 
die harte Geißel der Pest Oberösterreich heimsuchte, das 
Kloster aber und dessen Umgebung, welches der edle Abt 
im festen Gottvertrauen der allerheiligsten Dreifaltigkeit 
verlobt hatte, völlig verschonte, so wurde alsbald zur 
schuldigen Danksagung Hand an den Bau dieser Kirche 
gelegt und derselbe mit großem Kostenauswande in Herr- 
licher Pracht, reich an Malereien und Marmorarbeiten 
aufgeführt. Die ganz eigenthümliche, keineswegs unschöne 
Bauart versinnbildet von dem Zfärbigen Marmorpflaster 
und den 3 Thoren an, denen die Dreizahl der Altäre 
(die Altarbilder stellen in prachtvoller Beleuchtung das 
Geheimniß der allerheiligsten Dreifaltigkeit, die Geburt 
*)Anstatt der uralten, in der Nähe der jetzigen Kirche be¬ 
findlichen hölzernen Kapelle, die dem Einsturz nahe war, und deß- 
halb 1700 abgebrochen wurde, ließ Abt Severin von Lambach an 
der obern Trannbrücke 1702 eine neue steinerne (St. Nikolai-) 
Kapelle erbauen, die 1834 durch Feuer zu Grunde ging.
	        
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