Full text: Waizenkirchen

erhielt er auch eine neue Fahne. Vereinsvorstand war feit vielen Jahren 
Franz Pncher (f 1885) Wundarzt auf Haus Nr. 44 (Heub., 16, 20). 
Das Haus der christlichen Liebe 
Hans Nr. 96 in Waizenkirchen hat die Aufgabe, als Kleiukiuderbelvahr- 
austalt die weibliche Jugend durch Ordensschwestern zu unterrichten, 
auch die Privatkrankenpflege zu besorgen. Den Wunsch nach einer 
solchen Anstalt theilte mit anderen auch der hochw. Herr Cooperator 
Johann Bapt. Trauner. Im Jahre 1871 kam das Werk zur Aus¬ 
führung. Es schenkte die Vietualienhändlerin Frnit Theresia Unger das 
Haus Nr. 91. Es war aber 51t klein und die Adaptierungskosten be¬ 
liefen sich zu hoch. Es wurde deshalb verkauft und zum Baue eines 
neuen Hauses (Nr. 96) vom Hause Nr. 54 ein Wiesengrund von 
400 Klaftern um den Preis von 600 Gulden angekauft; int Jahre 
1876 die ganze Wiese, 2861 Quadratklafter messend, zum Baue eines 
Stalles um 2067 Gulden. Am 16. April 1871 legte der damalige Pfarrer 
Dechant Johann Bapt. Tröger nach dem nachmittägigen Gottesdienste 
im Beisein einer großen Volksmenge in feierlicher Weife den Grund¬ 
stein. Die Pfarrgemeinde unterstützte den Ban durch freiwillige Geld¬ 
spenden, Materialien, Zug- und Handarbeiter!. 
Im Jahre 1873 wurde das Haus vollendet. Es bezogen dasselbe 
vier arme Schulschwestern aus dem Mutterhause zu Vöcklabruck. Um 
dem Institute seinen Bestand zu sichern, bildete sich der ,Verein der 
christlichen Liebe unter dem Schutze des hl. Joseph in der Pfarre 
Waizenkirchen^. Die Statuten wurden von der k. k. obderensischen 
Statthalterei am 27. März 1872 bescheinigt. An der Spitze des Ver¬ 
eines steht ein Ausschuß von sieben Mitgliedern. Jedes Mitglied ent¬ 
richtet alljährlich 10 Kreuzer. Ausserdem flössen dem Hause ansehnliche 
Liebesgaben zu, darunter ein Legat des seligen Pfarrers Johann Bapt. 
Tröger von 400 Gulden. Gottes Segen ruht auf demselben. 
Im November* 1891 sprosste ein Blümlein. Es bildete sich 5ber 
katholische Bücherverein Waizenkirchen^. Er besitzt im Hanse des Herrn 
Schlossermeisters Degenere ein ansehnliches Bibliothekszimmer uitb darin 
500 Bücher. Zn ben übrigen ein neuer Beweis ber christkatholischen 
Gesinnung ber Genteinbe Waizenkirchen. An ihrer Spitze staub jeberzeit 
eine katholisch-eonservative Vertretung Der christliche Sinn wurde durch 
eifrige Seelsorger gehegt und gepflegt. Viele Glieder der gebildeten 
Stände sind aus dem Schoße dieser Gemeinde hervorgegangen: Schrift 
steller, Aerzte, Beamte, Offieiere, Ingenieure, Lehrer, doch zumeist 
Priester. Wir nennen in Ehrfurcht und Freude den hochwürdigsten 
Herrn Bischof von Linz
	        
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