Full text: Waizenkirchen

Einleitung. 
Q'lad) der Landgerichtskarte von Penerbach von 1678 zog sich damals 
'noch die Reichsstraße von Weidenholz an der Aschach aufwärts 
über Sölden an der Straß bei Voglhub vorbei bis Unter-Haiberg. 
Hier mündete sie nrüveit der Hügelsmühle in die Grieskirchener Straße. 
Sie bog um den Markt Penerbach durch den Hofgarten Mut Schlosse 
nach Steinbruck und nahm erst ausser Asing die heutige Richtuug. Ihr 
Weg führte weiter durch deu der Raubanfälle lvegen berüchtigten Gränz 
Wald Sallet nicht nach Schärding, sondern über Enzenkirchen und Eisen 
birn uach. Passau. An dieser des hl. römischen Reiches Straße übten 
die bairischen Pfleger auf Königstein im 15. Jahrhundert bis Peuer 
bach das Geleitsrecht. (Strn. Peuerb., 128.) 
An der gleichen von Eferding heraufziehenden des hl. römischen 
Reiches Straße etwa sieben Minuten Weges entfernt vom rechten Ufer 
der Aschach am Kreuzungspunkte der Reichsstraße und der von Gries 
kirchen nach Aschach führenden Berbirwungsstraße lag vor 300 Jahren 
das stille Dorf Waizenkirchen. Es war theilweise zur Herrschaft 
Weidenholz nnterthänig, theilweise zum Schlosse Rab. Am 1. October 
1592 brach ^nnverfehen und plötzlich^ eine schreckliche Feuersbrunst aus. 
Binnen wenigen Stunden lagen 25, nach einer anderen Ausschreibung 
70 Häuser des Dorfes Jammt vieler ansehnlicher Fahrnns' in Schutt 
und Asche. Der damalige Besitzer von Schloß und Herrschaft Weiden 
holz, Georg Achaz Herr von Losenstein, nahm sich ,im Rauten Gottek 
und sonderen Erbarmens^ der bedrängten Bewohner an. Er verwendete 
sich bei Rudolf II. um Erhebung des Fleckens Waizenkirchen zu einem 
Markte. Seine Bewohner, so schrieb er an den Kaiser, besitzen nur 
wenig Gründe, haben sich bisher nur mit der Gastgebschaft fortgebracht, 
sind aber nie zu Handtiernngen zugelassen worden. Sie wüssten sich 
daher nicht mehr zu helfen. Der Ort liege an der neueröffneten aus 
Oesterreich ob der Ens nach dem römischen Reiche führenden Straße. 
Die älteste (Schiffer-) Straße zog nämlich von Eferding von der Aschach 
weg gegen Schlägen und von da an der Donau stromaufwärts. Waizeit 
kirchen fei von den nächsten Märkten Aschach, Grieskirchen und Neumarkt 
eine oder 11/2 Meile entfernt-Auch wies er auf seine treuen Dienste als 
Reichshofrath hin. Kein Markt sollte nach den uralten Bestimmungen 
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