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die St. Laurenz-Kirche zu Patichheim als eine
mit Taus- und Begräbuiß - Rechte versehene Filiale aufzu¬
richten, und die Seelsorge durch Gesellpriester aus Hoholds-
zell besorgen zu lassen; erst im Jahre 1736 wurde ei»
stabiler Priester dahin expomrt.
Weiter abwärts in demselben Thale der Oberache
entstand, wahrscheinlich schon im 12. Jahrhunderte, neben .
einer aus dem Bergabhange hervorsprudelnden, seit »nfür-
deuklicher Zeit als heilkräftig erkannten und gebrauchten
Quelle die Notnnda - C ape l le zum heiligen
Apostel Thomas, und bei dem große» Zuspruche der
bei dem Heilbade St. Thomas in ihren verschiedenen, leib¬
lichen und geistigen Gebresten hilfesuchenden Wallfahrer
reichte die Rotnnda - Capelle nicht mehr aus, und es erhob
sich später oberhalb des Bergabhanges eine schöne, geräumige,
reichsuudirte Kirche zu Ehren desselben heiligen
A p o st e l s.
Weiter nordwärts in demselben Thale der Oberache
oder Alzach hatte sich bereits im 12. Jahrhunderte zu
Ehren des heilige« Nikolaus eine Kirche erhoben,
welche bis im Jahre 1785 als Filiale zur Pfarre Mrru-
bach gehörte, und neben welcher bereits im Jahre 1140
ein Hof mit Namen: Niueuhoseu, Niwenhofeu -
Neuhofen — sich befand, und auf welchem längere Zeit
hindurch ei» eigenes Geschlecht, deren von Niue uHoveu,
angesessen war?)
Auf dem Kamme des G e y e r s b e r g e s entstand auf
römischen Fuudameuteu uebeu einer zu Tage sprudelnden
Heilquelle zu Ehren des als Helfer für Menschen und Vieh
in Oesterreich und Bayern populär gewordenen St. Leon¬
hard eine geräumige Kirche, welche das Ziel zahlreicher
Wallfahrten geworden ist.
Auf der W i n d h ö h e vor N a z i n g, nördlich von
Pramkircheu wurde zu Ehren des heiligen Nikolaus,
i) Urkundenbuch, I. Bd. S. 431.