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heute haben bereits die fachlichen Fortbildungsschulen für
Friseure, Kleidermacher, kaufmännische Lehrlinge, Ma
schinenschlosser, Modisten und Tischler statt der früher üb
lichen siebenmonatigen Schuljahrsdauer das Schuljahr auf
8, 9 und sogar 10 Monate verlängert. ■— Die Schulbüche
rei, für welche es bisher keinen Warteraum gab, wurde
in die Kanzlei neben dem Friseurwarteraum verlegt, so
daß der Bücherumtausch keine Störung im Hausflur ver
ursacht. Alle diese Umbauten brachten naturgemäß für
den Schulhauswart H a i d i n g e r umfangreiche Mehr
arbeiten mit sich, die er mit großer Umsicht durchführte.
An Lokalen stehen zur Verfügung 27 Lehrsäle, l2
Lehrmittelzimmer, 4 Modellräume, 13 Lehrwerkstätten,
11 Kanzleien, 1 gemeinsames Beratungszimmer, 1 großer
Vortrags- bezw. Festsaal, 1 Zimmer für die Schul
ärzte, 1 photographisches Atelier samt Dunkelkammer,
1 Dienstzimmer für die Schulwarte, eine Wohnung für
den Oberschulwart und ein Waschraum.
Auch das Aeußere des Gebäudes wurde recht gefällig
modernisiert. Manche Beschauer, die sich noch an das ehe
malige Realschulgebäude erinnern, äußerten die Mei
nung, hier sei ein Neubau aufgeführt worden. Schade ist
nur, daß das Gebäude nicht frei steht, wodurch es in seiner
respektablen Ausdehnung mit 52 Meter Straßenfront
und den beiden 29 Meter langen Seitentrakten noch mehr
zur Wirkung käme.
Die Lage des Gebäudes inmitten der Stadt ist äußerst
günstig. Die dadurch erleichterte Zentralisierung erweist
sich für die Einheitlichkeit des Schulbetriebes sehr vorteil
haft.
Der Zuwachs von Räumen ermöglicht es der Ge
meinde, auch sonstige Bildungsbestrebungen, wie Spezial
kurse für Gehilfen, Sprachkurse usw. durch Ueberlassung
von Lokalitäten in den Abendstunden zu fördern.
Die Gemeinde Linz hat mit dem Ausbau des Gebäu
des eine Leistung vollbracht, die in der Entwicklung des
gewerblichen Fortbildungsschulwesens einen gewaltigen
Schritt nach vorwärts bedeutet. Möge die heranwachsende