der Himmel niederlacht
aufs Land, das überreiche,
das urbar Deutsche gemacht.
Wohl ist Böhmen, das starke,
gesegnet wie kein zweit',
doch zehret ihm am Marke
unselger Völkerstreit,
wie einst um Rom die Goten
erlagen trotz Araft und Recht,
die gleichen Lose drohten
schon oft hier mein Geschlecht,
wann wird der Morgen tagen,
daß ausglimmt dieser Zwist,
■* endlich verstummt das Ala gen,
der Haß erloschen ist;
daß durch das Land der Friede
hinleuchtet wie Frühlingslust
und froh, zu feiern im Liede,
sich schwellt der Sänger Brust?
wie weit auch noch und ferne
mag liegen dieser Tag,
hier oben gar so gerne
von ihm ich träumen mag.
Mir ist, ich höre Stimmen:
„Sinn nicht so schwer, vergiß;
der Brand wird auch verglimmen
und dein Tag kommt gewiß!"
Des andern Tages, als die Sonne den Zenith
erreichte, saßen wir wieder auf dem Gipfelgestein
des Lüsens, verloren in das einzig schöne Bild von
Stille und weihe. Das Gold der Mutterwärme