V. England.
United Kingdom of Great ßritain and Ireland.
Reich 33,4 (^| ). Volk 438 (^); Zunahme 375,000; Zuwachs Rus-
wanderuug 330,000. Eisenbahnen n. 38,000; Handel n. 23 (-jf8); Handels¬
marine 39. Flotte 1,640,000; Heer 255,000; RMitärausgaben 33 (^gy)'
Staatsschuld 13,5, pro Kopf 293.
Zum Reich und Volk wird hier auch Ägypten gerechnet.
Genesis. Abgesehen vom Zuge des Christentums über die Welt
kennt die Geschichte der Menschheit keine großartigere Expansions¬
erscheinung als die Verbreitung des angelsächsischen Stammes seit
der Zeit vor drei Jahrhunderten, wo Bacon befürchtete, in seinen
Schriften sich einer allzu wenig gekannten Sprache zu bedienen, bis
auf den heutigen Tag, wo dieselbe Sprache die Muttersprache von
125 Millionen, die offizielle Sprache von etwa 550 Millionen, und
das sicherste Verbindungsmittel der ganzen zivilisierten Welt ist. Vas
politische Resultat sind zwei angelsächsische Großmächte, jede ein-
zelne mit den Ansprüchen und Voraussetzungen einer Weltmacht.
Historisch verhalten sie sich zueinander wie Mutter und Tochter. Der
Mutterstaat im Familienheim ist England, das heutige Großbri¬
tannien.
Die erste Expansion des englischen Stammes nahm ihren weg
über den Kanal nach dem Festland Europas. Erst 1558 wurde der
Kontinent definitiv aufgegeben. 30 Jahre später wurde die spa¬
nische Armada vernichtet. Damit nimmt eine ganz neu« Geschichte
ihren Anfang. Der Sieg schuf den willen zur Großmacht und ver-
lieh der Ration maritime Ideale. Die ersten Niederlassungen jen»
seits des Meeres fanden ungefähr gleichzeitig statt. Aber die ozeani-
fche Expansion kam erst wirklich in Fluß, als England feine eigenen