Volltext: Gaspoltshofen einst und jetzt

Aus Gründen der Stiftungs-Bedeckung hatten Kirche und Pfarr- 
Hof von Gaspoltshofen eine Reihe von Untertanen gemeinsam, 
z. B. im Jahre 1731 folgende zehentpflichtige Häuser: zu Ober- 
epfenhofen, Friedl, Quirchtmair, Behaimer, Thomau und 
Jörger je zur Hälfte. Die zur Kirche gehörenden Gibigkeiteu, 
eventuell auch solche des Pfarrhofes, dürften aus Anlaß des 
Kirchenbaues 1732 bis 1735 verkauft oder kapitalisiert worden 
sein, weil zufolge späterer Ausweise keine Pfarrhof-Untertanen 
mehr vorkommen. Zufolge Ausweis vom Jahre 1785 in 
Scheibelbergers Beilagen zum Diözesau-Blatt II. Bd. S. 42 
hatte das Dominium Pfarrhof Gaspoltshofen zu Beruhartsdorf 
unter der Vogtei der Herrschast Starhemberg folgenden Besitz: 
Gründe: 24Tagwerk Felder 
8% „ Wiesen 
Summe: 32% Tagwerk, 
an Rechten: 8 Tag Zugrobot und 36% Tag Handrobot. 
Nach Ausweis vom Jahre 1816 (Struadt, Gerichts- 
Verfassung S. 281) hatte die Kirche nur mehr zwei Häusler mit 
neun Inwohner als Untertanen. Es waren dies wohl das 
Kaplanhaus und das Schulhaus in Gaspoltshofen. 
In den letzten Jahrzehnten seit dem Brande 1881 ist am 
Pfarrhof ziemlich viel geschehen, teils Erneuerung des Wohn- 
gebändes und die Herstellung besserer Stallung, teils Beschas- 
suug des Ziegeldaches und Verbesserung des Wasserbezuges 
durch neue Wasserleitung. 
Von der Herrschast Gröming wurden im 18. Jahrh. alle 
Fischwässer in den natürlichen Gerinnen (ausgenommen künst- 
liche Gerinne) angekauft und für Fischzucht bewirtschaftet. 
Ueber die Pfarrhof-Untertanen und ihre Leistungen 
berichten eingehender die Urkunden-Regesten Nr. 86 und 87, aus 
die hiemit verwiesen wird. 
Nachtragsweise sei berichtet, daß die Pfarrei Gafpolts- 
Hofen als bischöflich Passauische Pfründe galt, welche zur Zeit des 
Bischofs Otto von Lonstorf in Paffan (reg. vom Jahre 1254 
bis 1265) 44Pfund jährlich an die bischöfliche Kasse abzuführen 
hatte. 
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