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Gegenwärtige Schreibung: Urkundliche Schreibung:
Hochlecken-Gebirge, Hellen-Gebirge, Hochlecken-Ge-
birge, d. i. kahles, ausge¬
trocknetes Steingebirge, zer¬
klüftetes Gebirge;
Kranabett-Sattel, westlich von Chriemhilden-Sattel, Chreim-
Langbat, Hilden-Sattel;
Kaß-Berg bei Grünau, Kas-Berg;
JrrS-Berg, westlich vom Jrs- Jrs-Berg, Irsch-Berg, Urses-
See, Berg;
Pettenfürst, südwärts vom Haus- Peten-First, der schneidige Rücken
ruck auslaufender Berg- des See-Berges;
rücken,
Aden-Berg bei Hantenberg, Aten - Berg , vom Personen¬
namen : Ato.
Den Namen: „Kobernaus", sagt A. Huber in seiner
Geschichte der Christianisirung Südostdeutschlands B. III.,
S. 228, haben einige für slavisch gehalten, wofür jedoch nicht
der entfernteste Anhalt vorliegt, sondern muthmaßlicher von dem
römischen: „ad Cavernas“ herzustammen scheint.
In der That finden sich am Ostabhange des Kobernausen-
Waldes nördlich von Pöndorf eine Reihe von Menschenhänden
gegrabenen Erdhöhlen (cavernae nicht antra) vor, daher jener
südöstliche Waldtheil den Namen: ad Cavernas, Kobernaus
erhielt, welcher später auf das ganze Waldgebiet des Höhenhart-
Waldes übergieng.
Sallet-Waldung bei St. Willi¬
bald, Salät Wald, urkundlich: Roten-
Salah, Salah —Weidengebüsch;
Der südlich von Vichtenstein
aufsteigende Haugstein, heißt
richtiger: Hoch-Stein;
Die Bewohner jener Gegend sprechen das: Hoch wie
Haoch und die Geometer schrieben Haug. Der obere Theil
dieses Hoch-Steines war ehemals mit einer Steinmauer einge-