Vorwort.
Über den Verrat von Carzano ist wohl schon viel ge¬
schrieben worden, nichtsdestoweniger wird auch hier versucht,
unter Heranziehung aller erreichbaren Quellen alle Phasen
des Verrates unb dessen Abwehr zu behandeln. Neu dürste
hier sein die Charakterisierung der Person des Verräters,
Oberleutnant Dr. Ludwig P i v k o, über den ich sehr wert¬
volle Mitteilungen von Herrn Oberleutnant I. Pölzleitner
in Salzburg erhielt. Für die Vorgeschichte des Verrates und
dessen Ausklang benützte ich die vom Verräter nach dem
Kriege herausgegebenen Memoiren, die, in jugoslawischer
Sprache verfaßt, in der Grazer „Tagespost" erschienen sind.
Für das Gefecht waren mir die vom 11. Armee-Oberkom¬
mando herausgegebene Broschüre „Das Gefecht bei Car¬
zano am 18. September 1917" und die nach dem Kriege
vom damaligen Baonskommandanten des bosmsch-herzego-
winischen J.-R. 1, Baon V, und Gruppenkommandanten
von Carzano, Oberstleutnant Ing. Eduard Lakom, in der
Grazer „Tagespost" (1924) erschienene Artikelserie ma߬
gebend. Außerdem benützte ich noch folgendes: Seeliger,
Spione und Verräter (Berlin 1930), das Werk Weltkriegs¬
spionage (München 1931), „Die Deutschmeister" (Wien 1928),
Ronge, „Kriegs- und Industrie-Spionage" (Wien 1930),
das Baonstagebuch der Freiwilligen o.-ö. Schützen und das
Konzept für einen Vortrag über das Gefecht von Carzano
von Ing. Emil Gürtler, ehemaligen Baonskommandanten
der Freiwilligen o.-ö. Schützen.
Die nachfolgende Abhandlung über den Verrat bei Car¬
zano gibt uns einen Einblick in das Treiben eines Verräters,
der als östereichischer Offizier sein eigenes Vaterland an den
Erbfeind der Monarchie verriet und diesem die Gelegenheit
gab, unsere Front in Südtirol zu durchbrechen. Jedes Mit¬
tel zur Erreichung seines Planes war ihm recht; tapfere
Soldaten, die ihre beeidete Pflicht dem Vaterlande gegen-

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