und noch vor 7Z Jahren die Schule in dem untern Orte war.
Da nun diese Lage durch ihre Entfernung von der Kirche so
wohl für den Geistlichen, der den Berg herab, als auch für
die Kinder, die täglich in die Kirche hinaufgehen sollten, nicht
nur lästig, sondern oft auch mit großen Schmierigkeiten, ja
nicht selten mit einer gänzlichen Unterbrechung der Schule,
wenn nähmlich die ausgetretene Pielach alle Communication
hemmte, verbunden war, so wurde das alte Schulhaus ver
kauft , und ein neues auf den Kirchberg hinaufgebaut. Später
(,804) machte die mit den Jahren zugenommene Anzahl von
Schulkindern eine Vergrößerung des Schulzimmers nothwen
dig , welches gegenwärtig von »84 Kindern besucht wird.
Das Armen - Institut besitzt ein unbeträchtliches Capital;
seine meisten Zuflüsse sind aber, wie überall, Opfer und frey
willige Beyträge.
XV. Pfarre Lolch,
Loich , eine Dorfgemeinde der Herrschaft Kirchberg, von iai
im Gebirge zerstreuten Hausern, und 600 Einwohnern, gränzt
nördlich an Kirchberg, südlich an Schwarzenbach, östlich an
Kra'uterau, und westlich an Frankenfels.
Ueber den Nahmen Loich geben uns weder Urkunden noch
Tradition eine Auskunft. Wollte man ihn auch von Loch (Loch
baum) — ein Baum mit gewissen eingehauenen Zeichen, der
zur Bezeichnung einer Gränzmark dient — herleiten, so wäre
dieß doch nichts anders, als eine von mir aufgeworfene Muth
maßung.
Loich war ursprünglich eine Filiale von Kirchberg, und be-
saß seit undenklichen Zeiten eine Capelle des heiligen Nicolaus,
wo jeden dritten Sonntag durch einen Geistlichen von Kirch
berg der Gottesdienst versehen wurde. Daß schon 1667 auch
ein Freydhof an dieser Capelle war, bezeugen die Kirchberger
Pfarrbücher. Zur Zeit der Reformation folgte die Filiale dem
Beyspiele der Mutterkirche, wandte sich zur Lehre Luthers, und
hatte 1577 an dem Michael Gurkfelder seinen eigenen Pastor.