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werden soll, den letzten Tagesbefehl an die Truppe.
Es ist der letzte Appell an die Stürmenden, die letzte
Ermahnung zur Tapferkeit und zur Pflichterfüllung
gegen Volk und Vaterland.
Nein, Ermahnungen hat die deutsche Truppe in
den Gräben östlich der Maas nicht mehr nötig. Die
Truppe steht, und ihre Tapferkeit wird ewig in der
Weltgeschichte leuchten, ein herrliches Vorbild für
alle Soldaten und alle soldatisch gesinnten Völker.
Dieser letzte Tagesbefehl des Kronprinzen ist nur
noch das Zeichen enger Verbundenheit zwischen
Führung und Truppe. Er lautet:
„Nach langer zäher Abwehr ruft uns der Be
fehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs zum
Angriff. Seien wir von dem Bewußtsein durch
drungen, daß das Vaterland Großes von uns er
wartet. Es gilt, unseren Feinden zu zeigen, daß
der eiserne Wille zum Siege in Deutschlands
Söhnen lebendig geblieben ist, und daß das deutsche
Heer, wo es zum Angriff schreitet, jeden Wider
stand überwindet. In fester Zuversicht, daß jeder
an seiner Stelle sein Höchstes daransetzen wird,
gebe ich den Befehl zum Angriff! — Gott mit uns!
Wilhelm
Kronprinz des Deutschen Reiches
und von Preußen."