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Mühlen, Sägen, und Hammerwerke. Bei Hochgewittern, welche sich auf den Höhen
entladen, tragen freilich auch oft diese alpengebornen Gewässer, zu fast unglaubli-
cher Höhe geschwellt, Schrecken und Verderben in die Thäler.
Die vorzüglichsten Flüsse, welche diesen Kreis berühren oder durchströmen,
sind: D i e D o n a u. Sie bildet die Nordgrünze des Kreises, von der Z i z e l a u, wo
die Traun in sie mündet, bis zum T a b o r, nördlich von Enns, wo die Enns ihre
Wogen mit ihr vereinigt. Die Enns entspringt im Salzachkreise, im P o n g a u, in
der F l a ch a it, ans den kolossalen Felsenwanden des Bärenkars. Imposante Alpen-
riefen, der K r a r e n b er g, der B e n z, das S ch i e d e ck und der Faulkogel um-
ragen die stille schweigsame Kluft, der die klare Quelle entströmt. Bei dem Passe
M and ling betritt sie die Steyermark, gibt dort dem herrlichstenAlpenthaledes
Landes Namen und Reiz, durchrauscht in einer Kette von Kaskaden die furchtbare
Schlucht des G esause s, und strömt dann nördlich, bei Alt enmarkt in den
Traunkreis eintretend, den sie seiner ganzen Länge nach von Süd nach Nord
durchrauscht, von Stadt Steyer bis zur Einmündung in die Donau seine östliche
Gränze bildend. Die Traun entspringt in Steyermark, aus dem Grundelsee im
Judenbnrgerkreise, und betritt die Gränze Österreichs, und den Traunkreis im Fü-
derlgraben zwischen dem Sarstein und Koppen, durchströmt den Hallstädtersee,
das Salzkammergut, den Traunsee, tritt bei Gmunden wieder aus demselben, und
bildet dann, bis zur Einmündung in die Donau, des Kreises westliche Gränze. Die
Steyer entspringt im sogenannten Baum schlage r- Reith (im Traunkreise
selbst, in den südlichen Gränzgebirgen, den mächtigen Hochalpen zwischen dem Tod-
tengebirg und den Hochsteineralpen); die Wand, der sie entrauscht, heißt Taschen-
ö r t e l; so durchströmt sie das ganze Stoderthal, mehrere andere Thäler, und müu-
det in Stadt Steyer in die Enns. Die Teichel entströmt aus dem W i l d se e, eben-
falls im Traunkreise selbst, in den südlichen Hochgebirgen ; sie durchrauscht dann
den Boden zwischen den Alpen Filzmoos und Wurzerin, und verliert sich an dem
„rodelnden Lug" (dieser Felseukessel trägt seinen Namen von dem Gerölle, welches
den Hochgebirgen entstürzt, ihn erfüllt) in die Erde. Zwei Stunden weiter tritt sie
am Pyhrn wieder zu Tage, und mündet bei D ü rn b a ch in die Steyer. Die Alm
(Alben) entspringt ebenfalls im Kreise selbst, in den südlichen Hochgebirgen. Sie
durchströmt den Albensee und ergießt sich bei Fischelham (nächst Lambach) in die
Traun. Die K r e m s entspringt im Schellenberge südlich von Kirchdorf, durchströmt
das von ihr genannte Kremsthal, von Kirchdorf bis Ebelsberg, und vereint sich eine
halbe Stunde vor Ebelsberg mit der Traun. Die Ischl entströmt dem Wolfgang-
fee, und fällt bei Ischl in die Traun. Die Anrach nimmt ihren Ursprung im söge-
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