Full text: Album des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns

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I Klima. Der Inn-Kreis hat vermöge seiner Lage eher ein kühles, als gemä- 
ßigtes Klima. An den großen Strömen Inn und Donau, so wie in der Nähe der 
großen Forste, herrschen im Herbste und Frühling stete Nebel. Nachtfröste sind 
dort häufig, daher sehr oft Schaden an Getreide, wie am Obste. Scharfe Winde 
durchziehen die Gegenden von Schwand, Gilgenberg, Neukirchen, Hub, Kirch- 
berg, u. f. w. doch am meisten ist die Hochebene von Franenscherek dem Winde 
ausgesetzt, so wie die Flächen am Tannberg, Geyersberge, und die Walddistrikte 
von Hannsberg, Kobernansen, n. s. w. Herrschende Winde sind Nordost, Nordwest, 
Südwest; Südostwind ist selten. Der Nordost bringt meist heitere Tage, trockene 
Luft; der Nordwest Stnrm, Regen, Schnee. Südost bringt Thauwetter. Die 
reinste, beste Luft herrscht in den Gegenden von Herbstheim, Iber, Pischelsdorf, 
St- Martin, Mauerkirchen, Spitz. Die ranheste Gegend ist um Moosdorf, Egels- 
berg, Lochen, Palding, St. Johann u. s. w. Der Winter ist dort höchst rauh 
nnd streng, der Schneefall besonders stark. Im Sommer häufige und heftige 
Hag^l. 
| Landwirthschast. Viehzucht, u. s. w. Man findet im Jnn-Kreise 
200,000 Joch Ackerlandes. Benützung und Ertrag desselben ist je nach der 
örtlichen Lage sehr verschieden. Man bauet Weizen, Korn, Gerste und Hafer, 
Hirse und Heidekorn, Kopfkohl, Kartoffeln, Rüben, Erbsen, Linsen und Boh- 
nen, Hans, Flachs, und Hopfen. Noch immer ist die Dreifelderwirtschaft an der 
Tagesordnung. An vielen Orten kennt man außer Klee kein Futterkraut. Außer¬ 
dem animalischen Dünger wird der Mergel vielfach benützt. In günstiger Lage 
gibt die Ernte von den Winterfrüchten 5—6 fach es, von den Sommersrüchtcn 
3—4 faches Korn» Zu Oberndorf, St. Martin, Reichersberg, Suben, Andorf, 
Marienkirchen u. f. w. gedeiht vorzüglich Weizen nnd Gerste. Wenig dagegen 
und nur zur Hausnothdurft um Auerbach, Mattighofen, Neyhofen, bei Ried, 
Astätt, u. s. w. Zu Ostermiething, St. Pantaleon, Mattighofen, Siegharding, 
Roßbach, Ranshofen, Iber u. f. w. ist der ergiebigste Boden für Korn und Hafer. 
Hirse, Heidekorn und Flachs kommt am besten zu Ostermiething, Astätt, St. 
Pantaleon, Mechtensiein, Auerbach, Mattighofen, St. Lambrecht, Rab, Zell, 
Münzkirchen u. f. w. forr. In diefen Gegenden hat fast jeder Bauer feinen eigenen 
Acker für diese Fruchtgattungen. Der Hopfenbau wird sehr stark um Schärding, 
Braunau, Mattighofen, Ranshofen, Uttendorf, Reichersberg, St. Martin, Fran- 
king, Hagenau und Ried betrieben» Die Erzeugniß deckt nicht nur den innern Be- 
darf, sondern es wird auch viel auswärts verkauft. 
Was die Obstbaumzncht betrifft, so wird sie immer lebhafter betrieben, und
	        
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