Full text: Schwanenstadt - einst und jetzt

Einleitung. 
Die Dreihundertjahrfeier der Stadterhebung veranlaßt die 
Stadtgemeindevertretung von Schwanenstadt, in der folgenden Fest¬ 
schrift die Mitbürger und Freunde der Stadt durch eine Reihe 
geschichtlicher Abhandlungen und durch historische Bilder in die Ver¬ 
gangenheit Schwanenstadts einzuführen. 
Dieser Beschluß ist umso mehr zu begrüßen, als ja die einzige 
bisher gedruckte „Beschreibung der Pfarre Schwanenstadt", die der 
verdiente Stadtdechant Josef Kratschmer i. 1.1890 herausgegeben hat'), 
längst vergriffen ist und eine Neuauflage dieser liebevoll verfaßten, 
aber heute veralterten und unzulänglichen Ortschronik aus mehrfachen 
Gründen nicht durchgeführt werden kann. 
Eine zusammenhängende Geschichte Schwanenstadts kann leider 
nicht geboten werden, weil (abgesehen von den unzulänglichen Vor¬ 
arbeiten) die erhaltenen Archivalien hiesür viel zu dürftig und lückenhaft 
sind, nachdem die feindlichen Franzosen und Bayern i. I. 1809 die 
städtische Registratur demolierten und die Akten auf die Straße warfen 
und nachdem dann in den großen Stadtbränden der Jahre 1814 
und 1815 alle alten Pfarr- und Schularchivalien verbrannt sind und 
damals wahrscheinlich auch die noch erhaltenen Bestände der alten 
Stadtgerichts- und Stadtamtsakten mit Ausnahme der Stadterhebungs¬ 
urkunden und weniger in der „Schwanenkunde" geretteten Urkunden und 
Akten zugrunde gegangen sind. Auch die Archivalien des Puchheimer 
Archives und die übrigen auswärtigen Archivalien sind für eine Ge¬ 
samtdarstellung einer Stadtgeschichte viel zu dürftig. 
Cs können daher nur Einzeldarstellungen geboten werden, die 
unter gewissenhafter Benützung der erreichbaren Quellen verfaßt wurden 
und die über den Rahmen der Chronik Kratschmers wesentlich hinausgehen 
und viele Angaben derselben berichtigen. 
Für die sehr entgegenkommende Erlaubnis zur Benützung des 
Puchheimer Herrschaftsarchives fei hiermit dem Herrn Güterdirektor 
*) Die Niederschriften der ersten Stadtchronisten Seethaler und Prinz 
ans dem Beginne des 19. Jahrhunderts wurden zum Teile in den Werken der 
heimatlichen Topographen Gielge und Pillwein gedruckt.
	        

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