Steuerquarz zwischen Anode und Gitter
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Fig. 167. Änderung der Schwingungskreisamplitude mit der Abstimmung.
Es ist in keiner Weise möglich, den Inhalt der sorgfältigen Unter¬
suchung einigermaßen an dieser Stelle zu würdigen, geschweige denn auf
sämtliche Ergebnisse einzugehen. Es sollen nur einige kennzeichnende
Beispiele gebracht werden.
Fig. 165 gibt die Abhängigkeit der Frequenz von der Kapazitäts¬
einstellung des Anodenschwingungskreises und dem Gitterableitwider¬
stand als Parameter wieder. Fig. 166 zeigt den Einfluß der zwischen Gitter
und Anode (C3) bzw. zwischen Gitter und Heizfaden (C2) geschalteten
Kapazitäten auf den Frequenzwert. Man sieht, daß bei richtiger Wahl
dieser beiden Kapazitäten die sonst starke Frequenzabhängigkeit in der
Nähe der Resonanzfrequenz(kapazität) des Anodenkreises verringert
werden kann. Fig. 167 bringt eine schematische Darstellung des Ampli¬
tudenverlaufes mit der Anodenkreisabstimmung.
Vigoureux kommt auf Grund seiner Experimente und Berechnungen
zu folgenden Ergebnissen über Amplitude und Frequenzbeeinflussungen
der quarzgesteuerten Sender in Pierce-Schaitung:
Steuerquarz zwischen Anode und Gitter.
1. Wenn die im Anodenschwingungskreis liegende Kapazität C
mehrmals größer als die der Frequenz des Steuerquarzes entsprechende
Abstimmkapazität (Resonanzkapazität) des Anodenschwingungskreises
gewählt wird, so treten keine Schwingungen auf. Wenn die Kapazität
allmählich verkleinert wird, wird ein Kapazitätswert erreicht, bei dem die
Schwingungen mit kleiner Amplitude einsetzen. Weitere Verminderung
von C ist mit weiterem Anstieg der Amplitude verbunden, bis die Ampli¬
tude ein Maximum bei einem Wert von C erreicht, der im allgemeinen
weniger als 1 Proz. von der Resonanzkapazität abweicht. Eine weitere