Volltext: Piezoelektrizität des Quarzes

190 XII. Optische Methoden zur Untersuchung schwingender Kristalle 
platte erhalten wurde, mit der 
bei parallelem Licht die Fig. 149 
hergestellt wurde. 
Eichhorn (264) untersucht 
gleichfalls im durchscheinenden 
Licht Quarzstäbe der Orientie¬ 
rung i, die Biegungsschwingun¬ 
gen in der Z-Richtung ausfüh¬ 
ren. Der .Quarzstab wird in 
Richtung der X-Achse durch¬ 
leuchtet, die Doppelbrechung wird 
durch einen zweiten Quarzstab 
kompensiert. Das Licht wird 
durch eine Kerr-Zelle gesteuert, 
die von dem erregenden Sender 
synchron mit den Biegungs¬ 
schwingungen betrieben wird. 
Ein Phasenschieber erlaubt eine 
Verschiebung der Beleuchtungsphase zwischen 0 und 360°, so daß 
stroboskopisch jeder Schwingungszustand durch mehr oder weniger 
stärkere Aufhellung des sonst dunklen Stabes kenntlich gemacht wird. 
Fig. 150. Schwingende Quarzplatte im 
konvergent polarisiert. Licht n. Petrzilka. 
Schlierenmethoden. 
Tawil (262) weist nach, daß mittels der Toeplef sehen Schlierenmethode 
ein von einem schwingenden 
Quarz ausgehendes Ultraschall¬ 
feld sichtbar gemacht werden 
kann. Strong (153) führt aus, 
daß bei dieser Methode das 
Schallfeld in Luft durch den 
schwingenden Quarz selbst er¬ 
setzt werden, kann. Im 
schwingenden Zustand bleiben 
die Knotenlinien der Quarz¬ 
platte dunkel, während die 
Zonen der Bewegung licht¬ 
durchlässig werden, wie die 
Fig. 151 für zwei schwin¬ 
gende Quarzplatten erken¬ 
nen läßt. 
Petrzilka und Zachoval 
(261) beobachten ebenfalls 
mittels einer Schlierenme¬ 
Fig. 151. Aufhellung 
nach der Schlierenmethode von Strong. 
Fig. 152. Schlierenmethode nach Petrzilka.
	        
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