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Napoleon rückte am 31. Oetober mit 30.000 Mann ver¬ 
heerend und plündernd über Schaerding und Peuerbach nach 
Linz. Als auch die Schlacht bei Austerlitz für die Oester¬ 
reicher verloren gieng, nahmen die Franzosen und Bayern in 
Oberösterreich ihr Winterquartier. Den 12. Oetober wurden 
die russischen Truppen von hier nach Ried transportiert 
mit 50 halben Vorspannswagen und 2 Reservewägen. Auf 
das Land ob der Enns entfiel eine Kriegscontribntion von 
3,867.187 fl. C. M. 
1806 am 6. März wurde das Land durch den Friedens¬ 
schluss zu Preßbnrg von der Kriegsplage wieder frei. In 
diesem Jahre musste die Bürgerschaft von Riedan folgende 
Steuern zahlen: 
1. Sechs Rüstgelder 925 fl. 30 kr. — Pf. 
2. Extrabeitraa 37 „ 45 3 
3. Doppeltes Weggeld 72 „ 5 ", 3 
4. Fleischaufschlag 60 „ 30 „ — „ 
5. Vorspannsbeitrag 124 „ 29 „ 3 „ 
6. Ständische Anlage. . . . . . 188 „ 22 „ 2 
Summa . . 1407 fl. 64 kr. —^Pf. 
1808 im Juli wurde ein Verzeichnis über den Stand 
des hiesigen Bürgercorps und der Hoboisten vom Kreisamte 
abverlangt. Im Juli marschierten hier durch die KinSft) 
Dragoner, den 3. August die Plankenstein Husaren, den 
5. August die Kaiser-Kürassiere, den 17. und 18. August die 
Kvburg Dragoner; dann Prinz Karl Lothringen Kürassiere, 
Latour-Dragoner, Merwelt-Uhlaneu, Erzherzog Ferdinand 
Dragoner, Nassau-Kürassiere, Baron Markt Kürassiere und 
im November Mesaros-Husareu, Lasey- und Brahanville- 
Jnsanterie. 
1809 im Februar begann Oesterreich wieder gegen 
Napoleon, ftctifer von Frankreich den Krieg. Es wurden mehrere 
kaiserliche Regimenter im Jnnviertel zusammengezogen uud am 
8. April standen 130.000 Mann an der bayrischen Grenze.
        

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