Einleitung. 
 
Das Bild, das die Studienbibliothek in Linz bei meinem Amtsantritte im Jahre 1908 darbot,  war in jeder Hinsicht unerfreulich (1), nicht zum wenigsten der Zustand der Handschriften-Abteilung.  Nach Ausweis von F. Grassauers Handbuch für Universitäts- und Studienbibliotheken, Wien 1899 , S. 38, zählte unsere Bibliothek nur 166 Handschriften und stand damit unter den damals bestehenden 13 öffentlichen Bitliotheken des österreichischen Staates an drittletzter Stelle. Ich konnte das nicht glauben und ging der Sache nach. Zunächst stellte ich fest, dass die Handschriften nicht beisammen standen. Ein Teil befand sich in der nicht versperrten ehemaligen Hauskapelle unmittelbar neben dem vom Lesezimmer aus allgemein zuganglichen Klosett, ein anderer in einem schmalen Schrank des letzten Zimmers vor dem Altan, die übrigen waren auf die Fachgruppen der Druckschriften verteilt. 
Schon eine oberflächliche Zählung des zunächst erreichbaren Bestandes ergab eine weit grössere Menge von Handschriften. Woher stammte also die Zahl 166 ? Offenbar aus dem Handschriften-Katalog des Kustos P. Anton Viehbäck (1782 - 1850), der am Schlusse folgende Zusammenstellung gibt: Auf Perg. 168, Bde. 166. -  Auf Papier 27, Beibände 29. Summe 195. 
 
(1) Eine Darstellung der Schicksale der Bibliothek bis zu meinem Scheiden vom Amte 1934 bereite ich vor.
        

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