Full text: Dritte Folge (Dritte Folge / 1922)

Da Weibatausch. 
In an Sunnta nah da Früahmöß' sitzn da 
Seppbaur und da Hiasmoar mit eahne Weiba 
gern ban Bahwirt drentn. Das is schon a so da 
Brauh ban eahn, denn wann s' in an sölchan Tag 
nöt eahn bstimmts Gschnoatl und eahn Wöckn 
hätten, wa nöt Sunnta, sagn s'. 
Na guat, weil 's schan a alts Herkemma is, sän 
s' halt vor vierzehn Tagn ah hinganga und Ham 
eahn gwöhnlige Stärkung gnumma. Dö zwoa 
Weiba sän völli bössa ausschauat warn dabei, 
obwohl s' eh koa ungsunde Färb ghabt Ham, aber 
na das hoaße Gschnoatl hat eahn doh d' Wangerl 
nah um häufti röta gmacht. 
„Du, Nachba," hat da Seppbaur gsagt, wiar a 
den lößtn Wöcknzipf intn ghabt hat, „Del Wei 
gfallt mar schan glei bössa, wia das mei." 
„Mir gehts ah a so, Nachba," hat der draf 
gmvant und dabei hat er af d' Seppbäurin umi- 
gspeanzelt. 
Do zwoa Weiba sän af das afi schier brinnat 
worn in Gsicht, Ham intan Tisch abiglacht und 
dann und wann vastohln af eahne Nachban hin 
blinzelt. 
„Du," höbt da Seppbaur wieder an, „wia war 
's denn, wann ma tauschatn mir zween? Du 
nimmst dö Mei und i dö Dein!"
	        

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